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EMKNI - 02.04.2001   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Eine Gemeinschaft in Bewegung

Die evangelisch-methodistische Paulusgemeinde hat am Wochenende in ihrem Gemeindezentrum an der Gugelstraße 143 in Nürnberg ihr 125-jähriges Jubiläum gefeiert.
"Auch nach so vielen Jahren muss die Gemeinde in Bewegung bleiben", sagte der Bischof der Methodisten in Deutschland, Walter Klaiber, in seiner Festansprache. Er ermutigte die etwa 300 Gläubigen, besonders nach den Menschen Ausschau zu halten, die in der Stadt bisher noch wenig verwurzelt sind.
Immer wieder haben Menschen in der methodistischen Kirche eine Art Heimat gefunden, denn ein Schwerpunkt des Gemeindelebens ist eine verbindliche Gemeinschaft. Die Gemeindezugehörigen kennen sich untereinander, viele arbeiten ehrenamtlich mit. "Es ist was Schönes, dass man sich in meiner Kirche mit eigenen Ideen einbringen kann", erklärt zum Beispiel der 40-jährige Erzieher Jürgen Ungermann.
Der katholische Stadtdekan Theo Kellerer sagte in einem Grußwort, er wünsche sich, dass alle Kirchen "evangelischer und katholischer" würden. Evangelischer heiße, "Profil am Evangelium zu gewinnen". Katholischer bedeute, die "Sendung auf die ganze Welt hin zu begreifen".
Die Methodistenkirche ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Bischof Klaiber, der seine ersten Predigten als junger Pastor zwischen 1965 und 1969 in der Paulusgemeinde gehalten hat, ist neuerdings Vorsitzender der ACK. "Wir müssen in der missionarischen Durchdringung der Gesellschaft besser zusammenarbeiten", formulierte er als Ziel für die Zukunft. Dazu sei allerdings ein Beratungsprozess nötig, der zunächst klären müsse, was konkret an die Menschen außerhalb der Kirchen weitergegeben werden soll.
Die Paulusgemeinde ist als erste Freikirche in Nürnberg gegründet worden. Der Gemeindebezirk zählt derzeit 350 Mitglieder sowie rund 200 kirchenangehörige Kinder und Jugendliche. Die erste Pauluskapelle stand in der Nähe des Kornmarkts. Das Gotteshaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause bot sich eine Kapelle in der Gugelstraße an. Dort entstand ein neues Zentrum.
Die methodistische Kirche hat ihre Ursprünge im England des 18. Jahrhunderts. Grundanliegen der Freikirche ist es, dass ihre Mitglieder eine persönliche Glaubensbeziehung entwickeln. Seit 1987 verbindet die methodistische Kirche mit den Lutheranern eine Abendmahlsgemeinschaft.


Quelle: Quelle: Nürnberger Nachrichten - Ulrike Lefherz

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