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EMKNI - 03.04.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Ökumenischer Rat der Kirchen will weiter die Ratifizierung des Kyoto-Abkommens

"Die Rückweisung des Kyoto-Abkommens durch die Administration Bush ist ein Verrat an deren Verantwortung als Weltbürger" kommentierte Dr. David Hallman, Programmdirektor für Klimawandel am Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) am 30. März den Entscheid der US-Regierung, das Abkommen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung nicht zu ratifizieren.
Die Vereinigten Staaten machen vier Prozent der Weltbevölkerung aus, sind aber für 25 Prozent des weltweiten Ausstoßes verantwortlich, der zum Klimawandel führt.
Das ÖRK-Zentralkomitee hat an seiner letzten Versammlung vom 29. Januar bis 6. Februar 2001 in Potsdam seine Position erneuert, dass auf den "Industriestaaten die größte moralische Verantwortung lastet für den rasanten Klimawandel, und daher müssen sie die Führungsverantwortung für die Reduktion des schädlichen Ausstoßes übernehmen."
Hallman, ein Mitglied der United Church of Canada, hält fest, dass es zunehmend Beweise dafür gibt, dass verletzliche Menschen, besonders in den armen Ländern, unter den Folgen des durch Menschen verursachten Klimawandels leiden. Er erinnert an die in den letzten zwei Jahren geschehenen, verheerenden Überschwemmungen in Moçambique, an das Ansteigen des Meeresspiegels bei den Pazifikinseln, und die anhaltende Dürrezeit in Afrika.
Hallman hält fest, dass der Klimawandel weitergehen werde, unabhängig von den jüngsten Reaktionen. "Wenn die USA das Kyoto-Abkommen nicht weiter unterstützt, bedeutet das lediglich, dass in Zukunft aufgrund der verheerenden Folgen des Klimawandels ein anderer Vertrag mit weitergehenden Zielen ausgehandelt werden wird. Wir ermutigen alle anderen Länder, unabhängig der Entscheiden der USA, weiter an der Ratifizierung des Kyoto-Abkommens zu Arbeiten."


Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen

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