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EMKNI - 05.04.2001   Zurück zur Übersicht

Albanien: Die Arbeit der EMK wird ausgebaut

Michael und Claudia Hanisch schreiben: Albanien verändert sich. Im Straßenbau wird einiges getan; Telefonleitungen werden gelegt. Das Funknetz ist auf die größeren Städte ausgeweitet worden. Es ist zu hoffen, dass es durch solche infrastrukturellen Verbesserungen auch wirtschaftlich aufwärts geht und Investoren angelockt werden.
Trotzdem gibt es noch an vielen Stellen Probleme. Zum Beispiel hat die große Trockenheit von Mai bis in den Winter hinein die Stromversorgung erheblich beeinträchtigt. Die Reservoire für die Wasserkraftwerke in Nordalbanien hatten nur sehr wenig Wasser, und es gab regelmäßige Stromabschaltungen bis in den Januar hinein. Erst seit wenigen Wochen ist die Versorgungslage auch hier in den Dörfern wieder normal, da es inzwischen geregnet hat. Der Winter war bis jetzt sehr mild und ohne Schnee. Schnee ist aber als Wasserreserve für den kommenden Sommer entscheidend. Deshalb müssen wir weiter um Niederschlag beten.
Die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Bishnica hat im November Kontakte zu der EMK-Kirche in Strumica geknüpft und ihr mit einer Gruppe Erwachsener einen Besuch abgestattet. Für die Christen war es interessant zu sehen, wie die mazedonischen Gemeinden dort die kommunistische Herrschaft überdauert und ihr auch widerstanden haben. Besonders die schmucken Dorfkirchen haben bei den Bishnicern Eindruck hinterlassen.
In den vergangenen zwei Wochen wurden wieder einige Gemeindeglieder zu einem Besuch entsandt: diesmal nach Wismar zu der evangelisch-methodistischen Muttergemeinde. Es ist sehr wichtig, dass der Austausch zwischen deutschen und albanischen Christen nicht nur - wie bisher - einseitig stattfindet, sondern dass auch die Bishnicer Gemeinde von ihren Glaubenserfahrungen in Deutschland erzählen kann.
Im Nachbardorf Buzahishte ist eine kleine Gemeinde im Entstehen. Eine Organisation hatte uns vor etlicher Zeit gebeten, ihre dort begonnen Männerkreis weiterzuführen. Seit dem leitet Michael nicht nur das Männertreffen, sondern seit drei viertel Jahren bieten wir auch parallel dazu Kinderstunde und Frauentreffen an. Die Bishnicer Ärztin nutzt diese Fahrtmöglichkeit nach Buzahishte, um gleichzeitig Krankenbesuche zu machen und Sprechstunde zu halten. Wir haben schon einige freundschaftliche Beziehungen mit den Leuten dort geknüpft, und es macht uns Spaß, jeden Donnerstag dort hinzugehen.
In der Hilfsstation Bishnica gibt es nach wie vor das Internat für die Kinder aus umliegenden Dörfern, die keine Schule in der Nähe haben und deshalb die Bishnicer Achtklassenschule besuchen. Zwei Mitarbeiter kümmern sich um das Wohlergehen der Kinder, erteilen ihnen sehr wirksam Hausaufgabenhilfe und gleichen durch gezielte Förderung Lernschwächen bei einzelnen aus. Finanziert wird das zu einem kleinen Teil von den Eltern und aus dringend nötigen Spenden an den Christlicher Hilfsverein Wismar (CHW), Turnplatz 4a, D-23970 Wismar, Tel: +49 (03841) 20 65 39.


Quelle: Michael und Claudia Hanisch

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