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EMKNI - 10.04.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Kinder zum Glauben einladen

Die Kiko-Teilnehmer im Schlosshotel CREDO in Wilderswil: Bekehrung ist wie eine Spirale ein lebenslanger Prozess (Niklaus Mosimann)Zwanzig Vertreter aus verschiedenen Werken und Gemeindeverbänden trafen sich am 22. März im CREDO Schlosshotel Unspunnen in Wilderswil zur zweimal jährlich stattfindenden "Kinderkonferenz" (Kiko). Die Kinderkonferenz ist aus einer Arbeitsgemeinschaft der "Schweizerischen Evangelischen Allianz" (SEA) entstanden. Dass die Kinderarbeit in der Schweiz lebt, zeigten nicht nur die Infos über aktuelle Projekte, sondern auch die Diskussion zum Thema "Kinderbekehrungen".
"Die Kinder müssen spüren, dass meine Liebe unabhängig von ihrer Beziehung zum Glauben ist", sagte Peter Schulz (Stadtmission und Sonntagschulverband Basel). Kinder dürften nie zu einer "Bekehrung" manipuliert werden. Es sei die Gnade Gottes, wenn Kinder zum Glauben kämen, unterstrich Walter Bigler (CREDO). Für Ruedi Kündig (Freie Evangelische Gemeinden) ist wichtig, dass auch bereits gläubige Kinder unterstützt und ihnen bestätigt würde, dass ihr Weg gut sei. "Immer zu Gott gehört zu haben und zur christlichen Reife heranzuwachsen ist eine ebenso große Demonstration der Auferstehungskraft wie jede Bekehrungs-Story", zitierte Jürg Hochuli (Bibellesebund). Isabelle Werder (Bewegung plus) sagte, dass "Busse tun" im Sinne des biblischen Hirten auch heißen könne, "sich nach Hause tragen zu lassen".
Bekehrung sei ein lebenslanger Prozess in die Verwandlung des Bildes Christi, sagte Jürg Hochuli. "Mit der Bekehrung hat man es nicht geschafft, damit fängt es an!", brachte Benjamin Meier (Evangelisch Taufgesinnte Gemeinden) das Thema auf den Punkt. Giancarlo Voellmy (Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen) will Kinder vor allem zur Jüngerschaft herausfordern. "Jesus hat zur Nachfolge gerufen. Die Gangrichtung ist entscheidend und nicht der Moment." Der Glaube müsse ins praktische Leben integriert werden, meinte auch Hans Nydegger (Bund Pfingstlicher Freikirchen).
Christa Sudàr (Adonia): Adonia prüfe, wie die Lagerteilnehmer auch nach dem Lager noch stärker gefördert werden könnten. Beat Bachmann (Evangelisch-methodistische Kirche) sieht auch gerade darin eine Möglichkeit, "nicht nur mit den Kindern über Gott, sondern vor allem auch mit Gott über die Kinder zu sprechen".


Quelle: Niklaus Mosimann ist Redaktor des Kindermagazins Kläx

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