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EMKNI - 12.04.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: 'Un ange passe' wird 4 bis 5 Millionen Franken kosten

Nicht sechs Millionen Franken, wie in einer ersten Schätzung angenommen, sondern höchstens 5 Millionen wird das Expo.02-Projekt "Un ange passe" kosten, das von den Kirchen mitfinanziert wird. Dies sagte Georg Schubert, Geschäftsführer des Vereins ESE.02, am Freitag gegenüber der Presseagentur Kipa.
In ESE haben sich die Kirchen im Hinblick auf die Landesausstellung zusammengeschlossen. - Am Dienstag entscheidet das Direktionskomitee der unter Finanzdruck stehenden Expo.02, ob und welche Projekte gestrichen werden müssen.
"Un ange passe" gehört laut Georg Schubert zu jenen Ausstellungsprojekten, deren Verwirklichung der Expo-Direktion nach eigenen Angaben besonders am Herzen liege. Deshalb habe man sich bisher noch nicht sehr intensiv um die Finanzierung von "Un ange passe" gekümmert - zumal sich die Expo.02 derzeit vor allem mit solchen Projekten ("Last-call-Projekte") befassen müsse, für deren Finanzierung mögliche Sponsoren letztmals im Januar aufgerufen worden sind.
Die im Verein Schweizer Kirchen an der Expo.02 (ESE.02) zusammengeschlossenen Kirchen, darunter auch die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) bringen zusammen insgesamt eine Million Franken für das Projekt auf. "Un ange passe" dürfte laut Schubert zwischen vier und fünf Millionen Franken kosten; ursprünglich war man von 6 Millionen Franken ausgegangen.
Mögliche Sponsoren für das Projekt sind nach Ansicht von Georg Schubert insbesondere Kunststiftungen, da "Un ange passe" in hohem Masse auf zeitgenössischer Kunst beruhen wird. Ob für "Un ange passe" nebst dem Beitrag der Kirchen weitere verbindliche Mitfinanzierungszusagen vorliegen, konnte Schubert am Freitag nicht sagen; die Sponsorensuche obliege den Expo-Verantwortlichen.
Im Zusammenhang mit der Expo.02 und ihren vielfältigen Schwierigkeiten sei zwar "nichts völlig unmöglich" - "Auch der Verzicht auf deren Durchführung nicht!" -, doch habe er den Eindruck, dass das Projekt "Un ange passe" schon zu weit gediehen sei, um noch abgesagt zu werden, meint ESE-Geschäftsführer Schubert zuversichtlich: "Da sind bereits zu viele bindende Verpflichtungen eingegangen worden."
Das Projekt "Un ange passe" am Ufer des Murtensees wird sieben "Himmel" umfassen; in jedem Gewölbe-"Himmel" wird in der Installation eines zeitgenössischen Kunstschaffenden ein spezielles Thema zu besichtigen sein. Die Themen: Schöpfung, Gebet, Wort, Leben nach dem Tod, Teilen, Gute Nachricht, Geheimnis.
Als bekanntester Künstler wurde der britische Theatermacher Bob Wilson verpflichtet, der sich sowohl um den "Himmel der Schöpfung" wie den "Himmel des Geheimnisses" als auch um die künstlerische Verbindung der sieben "Himmel" kümmert.
Autor des Projektes ist der reformierte Genfer Theologe und Verleger Gabriel de Montmollin. Das geflügelte Wort "Un ange passe" bezeichnet im Französischen einen Augenblick der Gnade oder der Überraschung, in dem der normale Verlauf der Zeit und der menschlichen Handlungen wie aufgehoben zu sein scheint.
Weiterführender Link: http://www.kipa-apic.ch/


Quelle: kipa

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