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EMKNI - 13.08.2001   Zurück zur Übersicht

Fidschi: Eine andere Welt ist möglich!

"Es gibt Leute auf unserem Kontinent, die daran glauben, dass eine andere Welt möglich ist... Auch die einfachen Leute verstehen inzwischen, dass ihre Lebensgrundlagen bedroht sind", sagt Angel Luis Rivera-Agosto. Rivera-Agosto aus Ecuador wird auf einer internationalen ökumenischen Konsultation in Fidschi (12.-16. August) über die zerstörerischen Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung auf die Volkswirtschaften in Lateinamerika berichten. Die Konsultation wird vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Zusammenarbeit mit der Pazifischen Konferenz der Kirchen veranstaltet.
"Bei den Basisbewegungen und selbst bei führenden Politikern wächst mehr und mehr die Einsicht, dass der Prozess der wirtschaftlichen Globalisierung reguliert werden muss. Die Kirche muss die Menschen, die durch die wirtschaftliche Globalisierung marginalisiert und ausgegrenzt werden, mit theologischen und ethischen Erkenntnissen unterstützen", sagt Dr. Rogate Mshana, ÖRK-Referent für Wirtschaftsfragen.
Auf der Konsultation werden Vertreter und Vertreterinnen von Kirchen in dreißig Ländern anwesend sein und über die Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung in ihren Ländern berichten. Das wird die Kirchen in ihrem Verständnis von wirtschaftlicher Globalisierung einen wesentlichen Schritt weiterbringen.
"Die Konsultation findet im Pazifik statt, weil dies eine Region ist, die unter den negativen Auswirkungen der Globalisierung zu leiden hat, auch wenn viele glauben, dass es ein Urlaubsparadies ist", sagt Mshana. "Wir wollen unsere Solidarität mit den Kirchen im Pazifik zeigen, die sich mit diesen Schwierigkeiten auseinandersetzen müssen. Der pazifische Raum wird auf den Weltforen häufig außer Acht gelassen, weil er nicht dicht besiedelt ist und weil er weit entfernt liegt von den Zentren politischer und wirtschaftlicher Aktivität ", fügt er hinzu.
Das Thema der Konsultation, "Insel der Hoffnung", basiert auf der Vision und dem Lebensstil der Menschen im Pazifik, die - entsprechend dem Aufruf der ÖRK-Vollversammlung 1998 in Harare, Simbabwe - eine Infragestellung der Logik der Globalisierung sind.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden sich primär mit den Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung auf das Leben der Menschen beschäftigen, wie z.B. Folgen für den Handel und Zerstörung der Umwelt. Und sie werden Alternativen formulieren, unter Berücksichtigung der ethischen Herausforderungen, die sich daraus für die Kirchen ergeben.
Der ÖRK arbeitet mit dem Reformierten Weltbund (RWB), der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Lutherischen Weltbund (LWB) bei der Veranstaltung einer Reihe von regionalen Konsultationen zu diesem Thema zusammen. Die Tagung in Fidschi wird dazu beitragen, das Bild von den Reaktionen der Kirchen in aller Welt auf die wirtschaftliche Globalisierung zu vervollständigen. Vor der Konsultation findet ein Vorbereitungstreffen für 25 junge Leute statt, die an der Hauptveranstaltung teilnehmen.


Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen

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