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EMKNI - 28.08.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Viktoria Hasliberg-Reuti stellt die Weichen für die Zukunft

Das Hotel Viktoria in Hasliberg-ReutiDer Stiftungsrat Viktoria Hasliberg hat aufgrund einer neuen Situationsanalyse die Flucht nach vorne angetreten. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Josua Buchmüller, Peter Baur, Ernst Fritschi und Johannes Fark hatte sieben Szenarien von Weiterführung bis Verkauf mit allen Vorteilen und Nachteilen durchleuchtet und dem Stiftungsrat unterbreitet. Der Stiftungsrat hat sich dann nach Rücksprache mit Vertretern des Kirchenvorstandes und des Kabinetts für einen Verkauf entschieden. Die Banken haben diesen Schritt begrüsst.
Es ist kein Geheimnis, dass die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), welche das selbständige Werk einmal initiiert und über lange Jahre gefördert hatte, gemäss Konferenzbeschluss vom Jahr 2000 nicht mehr bereit ist, mehr Mittel in den Betrieb des Hotels zu stecken. Massgeblich für den Entscheid war ausserdem der Halbjahresabschluss und die Frage der Liquidität.
Mit dem Verkauf hat die Stiftung ein auf Hotel-Immobilien spezialisiertes Unternehmen beauftragt. Während des Übergangs an einen neuen Besitzer soll das Hotel im Betrieb bleiben und durch einen guten Umsatz die Verkaufssumme so hoch halten, dass möglichst alle Gläubigerinteressen abgedeckt werden können. Jedoch weiss der Stiftungsrat erst bei einem tatsächlichen Verkauf, ob dies möglich sein wird. Auch mit Blick auf die Mitarbeitenden ist eine Weiterführung durch diese Verkaufsphase die beste Lösung.
Am 1. September 2001 wird im Hotel Viktoria ein Direktionswechsel stattfinden. Am 31. August 2001 wird der bisherige Direktor Gerhard Schmalhardt den Betrieb auf eigenen Wunsch verlassen. Er wird an einer betiebsinternen Feier verabschiedet werden. Ab 1. September übernehmen im Rahmen eines Mandates Nils und Henriette Glatthard aus Meiringen die Leitung des Hotels mit dem Ziel, das Hotel auf betrieblicher Ebene einem Verkauf zuzuführen. Dazu ist dem neuen Direktions-Ehepaar gutes Gelingen zu wünschen.
Der in Meiringen aufgewachsene Nils Glatthard (1954) hat an der Hochschule St. Gallen ein wirtschaftwissenschaftliches Studium abgeschlossen (lic.oec.HSG) und verfügt über das Wirtepatent des Kantons Bern. Seit 1993 führt er zusammen mit seiner Frau Henriette das Alpin Sherpa Hotel in Meiringen. Somit ist er mit der Tourismusregion vertraut und bringt Berufserfahrung mit. Es ist ihm ein wichtiges Anliegen, dass die Viktoria der Region nicht verloren geht.
Die Viktoria wird nach dem Verkauf kein selbständiges Werk der EMK mehr sein, aber sie wird hoffentlich weiterhin ein willkommenes Angebot in der Region bleiben.
Für viele Gäste und Methodisten wird die Trennung von diesem Ort der Begegnung und der Schulung schmerzlich sein.
Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die eingeleiteten Schritte für alle Beteiligten die optimalste Lösung darstellt.


Quelle: Evangelisch-methodistische Kirche (EMK)

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