Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 03.12.2001   Zurück zur Übersicht

Deutschland: 75 Jahre Vereinigung Evangelischer Freikirchen

(V.l.n.r.) Hans-Detlef Saß, Bad Homburg, Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden; Peter Strauch, Witten, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden; Moderatorin Andrea Schneider; Dr. Walter Klaiber, Frankfurt/Main, Bischof"Geht hin in alle Welt! Berufen zur Einheit – gesandt in die Welt”: Unter diesem Leitthema feierte die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Berlin ihr 75-jähriges Bestehen. Die Moderation hatte die baptistische "Wort zum Sonntag”-Sprecherin Andrea Schneider übernommen, für den musikalischen Rahmen sorgten eine Bläsergruppe der Heilsarmee und die Band "Intercity”.
Bundespräsident Johannes Rau, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und der Senat von Berlin hatten ihre Grüße schriftlich geschickt. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, Düsseldorf, war persönlich gekommen, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Hamburg, vertrat Kardinal Lehmann von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz .
Die Gründung der VEF "fiel in das Jahrhundert der schwersten Christenverfolgungen, aber auch in eine Gnadenzeit, die uns die ökumenische Bewegung brachte”, erklärte der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos, Bonn, der im Namen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ein Grußwort sagte. Theo Schneider, Dillenburg, erklärte zum Verhältnis zwischen VEF und Evangelischer Allianz: "Wir gehören zusammen, weil wir verwandt sind – und weil wir verschieden sind.”
Präses Kock warnte vor "falschen Alternativen” bei der Frage nach der Kirche der Zukunft. Ihn ärgere "der etwas verächtliche Ton”, mit dem manchmal gesagt werde, nur das Prinzip der Freiwilligkeitskirche werde Zukunft haben. "Richtig ist” – und hier zitierte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Klaiber von der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) – "Kirche Jesu Christi hat Zukunft”. Die gemeinsame Herausforderung der Gegenwart laute: "Wie geben wir unsere Erfahrungen mit dem Glauben an die nächste Generation weiter?”
"Die Kirchen sind Zeichen dafür, dass das Reich Gottes wächst”, unterstrich Weihbischof Jaschke. Er verlas einen Brief von Kardinal Lehmann, in dem dieser seine "tiefe Verbundenheit” mit vielen Anliegen der Freikirchen ausdrückte, zum Beispiel missionarische Kirche zu sein und ethische Grundüberzeugungen öffentlich zu vertreten.
Weitere Sprecher waren Präsident Jürgen Gohde vom Diakonischen Werk und Bernd Merz, der neue Rundfunkbeauftragte der EKD – beide vertreten in ihren Funktionen jeweils auch die Freikirchen mit.
Nachdem führende VEF-Repräsentanten Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit freikirchlicher Gemeinden vor Ort erörtert hatten, rief VEF-Präsident Dr. Wolfgang Lorenz, Berlin, die Freikirchen dazu auf, sich des Missionsauftrags der Kirche Jesu Christi in der Welt bewusst zu bleiben und ihn zu erfüllen.


Quelle: EMK Deutschland

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"