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EMKNI - 07.12.2001   Zurück zur Übersicht

USA: Wenn ein "christlicher" Internetlink auf eine Sexseite führt

An der Männerarbeit interessierte Personen in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) werden früher oder später auch einmal auf die Webseite von United Methodist Men (UMM) gelangen. Doch in den letzten Wochen hätte es auch geschehen können, dass diese auf der Seite eines Pornoanbieters gelandet sind.
UMM hat nämlich vor einiger Zeit die Internetadresse geändert. Die alte Adresse ging, für UMM erst unbemerkt, in den Besitz eines Sexanbieters über. Wer nun über einen veralteten Link auf irgend einer kirchlichen Seite versuchte, das Männerwerk der weltweiten EMK zu erreichen, sah sich unvermittelt mit nackten Tatsachen konfrontiert. So musste UMM kirchliche Webanbieter mühsam über diesen Sachverhalt informieren und vor veralteten Links auf ihre Seite warnen.
Andere christliche Internetanbieter standen vor dem selben Problem, als die Amerikanische Bibelgesellschaft eine neue Webplattform eröffnete, und die alte in andere Hände übergab. Auf dieser alten Webseite konnten christliche Gruppierungen kostenlos eine Webseite hinterlegen.
Die alten Gratis-Webseiten wurden aber nicht wirklich stillgelegt, sondern teilweise durch neue Anbieter mit anderen Inhalten gefüllt.
Internet-Sexanbieter suchen wohl auf diese Weise neue Kundschaft in christlichen Kreisen.
Ein anderer Trick, neue Personenkreise auf Sexseiten zu locken, ist schon älter, aber immer noch in Gebrauch. Für Internet-Suchmaschinen wie www.google.ch können bestimmte Stichworte über den Inhalt einer Webseiten hinterlegt werden, die diese bevorzugt beachten. Pornoanbieter geben nebst einschlägiger Worte immer auch wieder einmal fromme Begriffe oder christliche Organisationsnamen an die Suchseiten weiter. So listen manche Suchseiten, wenn man z.B. "United Methodist Men" als Suchbegriff eingibt, nicht nur seriöse Angebote auf, sondern auch allerlei Dubioses und Mysteriöses.
Aus dieser Werbe-Praxis kann man schliessen, dass für Sexanbieter Christen durchaus eine interessante Kundengruppe sind. Nur so kann man die Attraktivität von alten "christlichen" Webseiten für Sexanbieter erklären.


Quelle: EMKNI

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