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EMKNI - 19.12.2001   Zurück zur Übersicht

Berlin: Leuenberger Kirchengemeinschaft fordert mehr Engagement der EU im Nahen Osten

Die Leuenberger Kirchengemeinschaft (LKG) ist laut einer Medienmitteilung "tief besorgt" über die Situation in Israel und Palästina. Ihr Exekutivausschuss hat daher dieser Tage an einer Sitzung in Berlin "ein stärkeres Engagement" der Europäischen Union (EU) zur Eindämmung der Gewalt im Nahen Osten gefordert.
Das 13-köpfige Gremium unter der Leitung seiner geschäftsführenden Präsidentin, Elisabeth Parmentier (Strassburg), würdigte, dass in vielen europäischen Ländern Kirchen zu Friedensgebeten aufgerufen hätten. Der Exekutivausschuss bat die Kirchen auch, "auf ein schnelles und effektives Handeln der EU zur Befriedung des Konflikts hin zu wirken".
Der Ausschuss erinnerte an das Dokument "Kirche und Israel", in dem die Vollversammlung der Signatarkirchen der Leuenberger Konkordie im Juni 2001 in Belfast den Antijudaismus verurteilte und zugleich allen Bemühungen um einen sicheren, dauerhaften und gerechten Frieden zwischen Israel und dem palästinensischen Volk Unterstützung zusagte.
Weiter wurden die Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende regionale Konsultationen zwischen den Mitgliedskirchen der LKG festgelegt. Diese dienen der gemeinsamen Urteilsbildung im Hinblick auf aktuelle Fragestellungen und sollen der Stimme der protestantischen Kirchen in Europa mehr Gewicht verleihen.
Aus der Schweiz nahmen der Präsident des Rates des Evangelischen Kirchenbundes, Thomas Wipf und Gottfried Locher von der Abteilung "Kirche und Ökumene" des Kirchenbundes an der Sitzung teil.


Quelle: Reformierte Nachrichten (rna)

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