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EMKNI - 29.12.2001   Zurück zur Übersicht

Bulgarien: EMK-Frauenseminar vom 14. – 18. November in Varna

Im November 2001 fand in Varna (Bulgarien) ein weiteres Frauenseminar statt. Erstmals wurde versucht, die Zusammenkunft der Pfarrfrauen und das Frauenseminar in einer knappen Woche zu verbinden. Am Mittwoch und Donnerstag waren 14 Pfarrfrauen anwesend. Ab Donnerstagabend stießen weitere 50 Frauen hinzu. Gemeinsam erlebten sie eindrückliche und gesegnete Tage. Geleitet wurde dieses Seminar zum Thema: "Gott schenkt uns verschiedene Gaben zum gemeinsamen Dienst" von Marta Bolleter, Maja Altunian und Helen Caley.
Es gab viele Möglichkeiten die von Gott geschenkten Gaben zu entdecken. Alle haben Gaben, die zum Aufbau der Gemeinde eingesetzt werden sollen. Sehr hilfreich war das Bild vom Leib
(1. Kor. 12,12-28). Was bedeuten die verschiedenen Glieder? Welche Menschen brauchen vor allem die Füße, die Ohren oder die Hände? Dieses Nachdenken hat geholfen, das Miteinander, das Gemeinsame zu suchen; zu entdecken, wie sehr Christen auf die Ergänzung durch die Nächsten angewiesen sind, um den Leib Christi zu bilden.
Das Thema des Abendmahlgottesdienstes war Joh. 21,1-22, das Morgenmahl Jesu mit seinen Jüngern am See. Die Teilnehmerinnen wurden dazu ermutigt, ihre Gaben zu finden, uns sich daran zu freuen und sie Jesus zur Verfügung zu stellen. Wie Petrus dürfen Menschen, nach Versagen und Vergebung durch Christus, es wieder neu mit ihm wagen.

Verständigung trotz Sprachbarrieren
Am Frauenseminar waren zwei ausgezeichnete Übersetzerinnen zugegen: Lilli Lasarova und Lalka Jvanova. Sie übersetzten Beiträge ins Bulgarische und die bulgarischen Beiträge (z.B. alle Morgenandachten der Pfarrfrauen oder andere Wortmeldungen) ins Deutsche. Einige Teilnehmerinnen sprachen Deutsch, wenige Französisch oder Englisch. Mit den restlichen Frauen kam die nonverbale Kommunikation zum Zug. Immer wieder teilten sich die Frauen in der Sprache ihrer Herzen mit: mit spontanen Umarmungen, einem kräftigen Händedruck, einem frohen, dankbaren Lächeln.
Jeden Morgen lagen beim Frühstück bei jedem Teller kleine, selbstgebastelte Kartengrüße mit passenden Versen zum Thema des Seminars.

Grosse Gabenvielfalt
Unter den Frauen gab es viele Talente. Da war eine Gruppe aus Sofia, die ihre Gaben singenderweise einbrachte. Eine weitere Frau, die musikalischen Unterricht an Kinder erteilt, brachte ihre Schüler und Schülerinnen mit. Eine andere Frau aus Varna hatte verschiedene Bilder zum Thema gemalt und diese im Tagungssaal aufgehängt. Am Samstagnachmittag entstanden in Gruppen Papiercollagen und ein kleines Anspiel. Mit welcher Begeisterung und Fantasie da gearbeitet wurde!

Auf dem Weg zur Selbständigkeit
Eines der Ziele war es, die Frauen zu ermutigen, ihre Gaben zu entdecken und einzusetzen.
Während der Zeit in Bulgarien fanden auch Neuwahlen im Frauenwerk statt. Als Präsidentin wurde neu Margarita Todorova (Pfarrerin) gewählt und mit ihr ein Team von drei Frauen: Maja Altunian, Tina Vasileva und Benka Valeva. Mit diesem Team, der weitergehenden finanziellen Hilfe und allfällig nötigem Know-how sind die bulgarischen Frauen wohl auf einem guten Weg.


Quelle: Martha Bolleter und Helen Caley

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