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EMKNI - 03.07.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Kirchen gestalten Expo-Bettag

Menschen, die auf sozialem Gebiet Neues gewagt und ihre Spuren hinterlassen haben, sollen am Bettag 2002 auf den Arteplages der Expo.02 vorgestellt werden. Die Schweizer Kirchen haben jetzt ein Grobkonzept für diesen Anlass genehmigt.
Ob solche Menschen als "Helden" oder einfach als Vorbilder bezeichnet werden sollen, darauf konnte sich die Delegiertenversammlung noch nicht festlegen. Dass aber Personen auftreten werden, deren "Taten und Leben Zeichen der Hoffnung und Hinweise auf Christus" sind, wie es im Konzept heißt, darin war man sich einig. Dies könnten eine Seelsorgerin in einer AIDS-Klinik der ersten Stunde sein, ein Gassenarbeiter in der Drogenszene oder die Initiatorin eines interkulturellen Sozialprojektes. Diese unbekannten Menschen der guten Tat sollen prominenten Personen begegnen. Berühmtheiten aus Politik, Sport oder Kultur sollen auftreten und Auskunft darüber geben, was sie im Tiefsten bewegt. Natürlich sollen diese bekannten Persönlichkeiten auch ein Anziehungspunkt für das Publikum sein. Das Bettagsereignis der Kirchen hat zum Ziel, die Besucherinnen und Besucher der Landesausstellung zum Nachdenken anzuregen. Sie sollen überlegen, was sie motiviert, ihr Leben zu leben und was sie selbst in unserer Gesellschaft beitragen könnten.

Chor-Pfingsten stößt auf Interesse
Geht es nach dem neuen Projektleiter des "Pfingst-Events" der Kirchen an der Expo.02, Martin Eugster, werden auf allen vier Arteplages zusammen 144 Chöre, Pantomimen und Kleinkunstgruppen je viermal auftreten. Eine große Vielfalt, die aber nicht unerhebliche Logistik-Probleme verursacht. Eugster zeigte sich vor den ESE-Delegierten zuversichtlich, die geschätzte Zahl von etwa 5'000 Mitwirkenden mit Angehörigen und Ausrüstung richtig manövrieren zu können. Neben den Einzelauftritten der Chöre sind auch gemeinsame Anlässe vorgesehen: Ein Startgottesdienst auf allen Arteplages, ein gemeinsames Mittagessen sowie am Abend ein Vesper-Treffen. Noch könnten sich interessierte Chöre und Künstlergruppen bei der Geschäftsstelle in Montmirail melden, betonte Martin Eugster.

Die Schweizer Kirchen wirken an der Expo.02 in drei Bereichen mit. Sie gestalten das Projekt "Un ange passe" mit, das sieben Räume des Glaubens am Seeufer in Murten vorsieht. An Pfingsten und am Bettag sind die Kirchen durch besondere "Events" präsent.
ESE.02 ist ein Verein der Schweizer Kirchen mit dem Zweck, an der Landesausstellung "die Gegenwart und das Zeugnis der Kirchen zu sichern und seine Mitgliedskirchen bei den Organisatoren der Expo.02 zu vertreten," so die Statuten. ESE wurde am 17.12.1996 gegründet. Zur Mitgliedschaft haben sich praktisch alle christlichen Kirchen entschlossen: Neben den Reformierten, Katholiken und Christkatholiken sind ebenso die evangelischen Freikirchen wie auch die orthodoxen Kirchen der Schweiz dabei.


Quelle: Schweizerische Evangelische Allianz (SEA)

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