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EMKNI - 04.07.2001   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Die EMK baut das Pilgerheim Haus Olgahöhle in eine betreute Wohnanlage um

Wenn alles glatt läuft, kehrt noch in diesem Jahr Leben in das Pilgerheim Haus Olgahöhle in Honau zurück. Das Stiftungswerk der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) will das seit fast vier Jahren leerstehende Gebäude umbauen. Acht bis zehn betreute Wohnungen für ältere Bürger sollen dort entstehen. Baubeginn, so Traugott Kurtz, von der Stiftung Süd des Sozialwerks der EMK, soll noch in diesem Jahr sein. Und im Herbst kommenden Jahres könnten die ersten Bewohner einziehen.
Traugott Kurtz hält die Baugenehmigung schon in der Hand. Parallel zur Rentabilitätsberechnung hatte die Stiftung auch das Genehmigungsverfahren für das Projekt vorangetrieben. Bei günstigem Ausgang, so Kurz zur Begründung, sollte keine Zeit verloren werden. Schließlich steht das Haus Olgahöhle, seit 1997 das Altenheim in das neugebaute Seniorenzentrum "Echazquelle" umgezogen ist leer. Versuche das Gebäude zu verkaufen, gab es einige. Doch sind alle letztendlich gescheitert. Das liege zum einem an der Größe des Objekts, so Kurtz. Denn für über 900 Quadratmeter Fläche hat nicht jedermann Verwendung. Eine weitere Spezialität ist die Lage. Das Haus steht nämlich auf seiner Namensgeberin. Unter dem Altenheim zeigt die Olgahöhle ihren ganzen Charme. Einigen Interessenten schien aber gerade deshalb der Baugrund nicht der sicherste.
Traugott Kurtz hat Vertrauen. Rund zwei Millionen Mark steckt die Stiftung in den Umbau des Hauses. Außer den Außenwänden wird nicht mehr viel stehen bleiben, erklärt er. Etwa zehn Zwei- bis Vierzimmerwohnungen mit einer Grundfläche von 44 bis 101 Quadratmetern, jede mit einem Balkon oder Terrasse ausgestattet, sollen geschaffen werden. "Die Mieter wollen heute mehr Raum", begründet Kurz die großzügige Gestaltung. Außerdem sei der Markt für "Minizimmer" gut abgedeckt.
Trotz der erstaunlich guten Bausubstanz, des 1970 zum Altenheim umgebauten ehemaligen Hotels, sind natürlich auch im Innenraum größere Umbauten und Modernisierungen notwendig. Wärmeschutz rundum, neue Fenster, neue Heizung, neue Sanitäranlagen nennt Kurtz nur einige Beispiele hierfür. Um die heimelige Atmosphäre des idyllisch an der Echaz gelegenen Hauses zu erhalten, hat ein Stuttgarter Architektenbüro auch in jedem Geschoss einen Aufenthaltsraum eingeplant. Für Besuch der Bewohner will die Stiftung im Keller sogar ein kleines Gäste-Appartement einrichten. Das, so Kurtz, bei Bedarf auch in ein Zimmer für eine eventuelle Nachtwache umgerüstet werden kann.
Dass die Wohnungen natürlich etwas teurer sind, als normale Angebote ist unvermeidlich. Sicherheit und Geborgenheit, stellt Kurtz klar, "gibt es heute nicht mehr zum Nulltarif."
"So viel Freiraum wie möglich und so viel Betreuung wie nötig", erläutert Kurtz das Konzept der Anlage. Durch die Nähe zum Seniorenzentrum Echazquelle (SE)und der angeschlossenen Diakonie-Sozialstation wird das Angebot vom Einkaufen für die Bewohner, über Fahrten zum Arzt, bis zur Nutzung des offenen Mittagstischs im SE oder der Tagespflege reichen. Dass natürlich im Bedarfsfall auch für die Pflege gesorgt ist, ist selbstverständlich. "Für uns ist das betreute Wohnen eine sinnvolle Ergänzung unseres Angebots", sagt dann auch Kurtz. Denn dass er die Wohnungen an den Mann bringt, daran hat er keinen Zweifel.


Quelle: Reutlinger Generalanzeiger – Uwe Sautter

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