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EMKNI - 09.07.2001   Zurück zur Übersicht

Südafrika: Vandalismus an Kirchen in Randfontein

Christliche Gemeinden in Robinson (Randfontein, West Rand) sehen sich mit anhaltenden Vandalenakten an ihren Kirchen konfrontiert. Abmontiert oder gestohlen werden vor allem Möbel und Dachabdeckungen.
Betroffen sind 15 Kirchen verschiedener Denominationen, die von der Staatlichen Goldmine in Randfontein für ihre Arbeiter und die in der Region ansässige Bevölkerung gebaut worden waren.
1999 ging die Goldmine in den Besitz von "Harmony Gold Mine" und "Phumulani Hostel" über und wurde von den neuen Eignern 1999 geschlossen. Die Kirchen wurden den Gemeinden überlassen.
Chris Tsamai, ein Mitglied der Römisch-katholischen Kirche, informierte darüber, dass seit die Kirchen von den Kirchenverantwortlichen verwaltet würden, die Einbrüche markant zugenommen hätten. Entwendet würden Stühle, Tische und Wellblechdächer.
Die Zeitung "The Sowetan" konnte sich bei einem Besuch vom desolaten Zustand von mindestens 15 Kirchen überzeugen. Manche der Kirchen sind vollständig ausgehöhlt, teilweise wurden sogar die Türen und Fenster abmontiert.
Die Polizei wurde informiert, welche der Sache auch mehr Beachtung schenken will. Jedoch weiß niemand mit Sicherheit, wer für die Vandalenakte verantwortlich ist. Vermutet werden die Diebe in den nahegelegenen Hütten.
Doch nicht nur Kirchen sind von Entwendungen und Vandalismus betroffen, auch die stillgelegte Mine teilt das gleiche Schicksal. Manche Menschen fürchten sich schon vor dem Gottesdienstbesuch am Sonntag. Einem Pfarrer wurde, während er in der Kirche predigte, der vor der Kirche geparkte Wagen gestohlen.
Die Sprecherin der Methodistenkirche von Südafrika, Val Pauquet, bezeichnete den gegenwärtigen Vandalismus als ein deutliches Zeichen des totalen moralischen Zusammenbruchs.
Die hohe Arbeitslosigkeit sei mit ein Grund, dass sich immer mehr Menschen nehmen, was sie wollen, so Pauquet.


Quelle: Quelle: The Sowetan – Ndivhuwo Khangale

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