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EMKNI - 23.07.2001   Zurück zur Übersicht

England: Methodistenkirche begrüßt Einsetzung des neuen BBC-Chefs für "Religion und Ethik"

Alan Bookbinder, der neue Programmdirektor für 'Religion und Ethik' bei BBCIn einer Verlautbarung von 11. Juli begrüßt die Methodistenkirche, im Gegensatz zur Evangelischen Allianz, die Einsetzung von Alan Bookbinder als neuen BBC-Chef für "Religion und Ethik". Pfarrer David Deeks, Koordinator für die Abteilung "Kirche und Gesellschaft" der Methodistenkirche, sagte: "Wir begrüßen Alan Bookbinder gerne in dieser wertvollen Position. Wir werden mit ihm in jeder möglichen Weise zusammenarbeiten, damit auch weiterhin qualitativ hochstehende religiöse Sendungen produziert und ausgestrahlt werden können. Religion in Fernsehen und Rundfunk muss Rücksicht nehmen auf das ganze Spektrum der religiösen Gemeinschaften in Großbritannien. Zugleich sollte ein solches Programm den Menschen helfen, den positiven Beitrag der Glaubensgemeinschaft zu sehen."
Die Evangelische Allianz hingegen zeigte sich besorgt, dass erstmals ein "Ungläubiger" für das Ressort "Religion und Ethik" zuständig ist.
Bookbinder beschreibt sich als einen "aufgeschlossenen und unvoreingenommenen Agnostiker". Zwar könne er keine persönliche Glaubenserfahrung vorweisen, dies ändere jedoch nichts an seiner Wertschätzung für die Auswirkungen des Glaubens im Leben anderer Menschen. Der bisherige Chefproduzent für Wissenschaftssendungen tritt seinen neuen Posten am 30. Juli an. Die Evangelische Allianz in Großbritannien, die rund eine Million Christen repräsentiert, sorgt sich angesichts der Berufung Bookbinders, dass die Kirche immer mehr aus den führenden Rundfunksendern verdrängt und auf Kabel- und Satellitenkanäle abgeschoben wird.
Direktor Joel Edwards (London) hegt zwar keine Zweifel an Bookbinders journalistischer Befähigung - Tatsache bleibe aber, "dass er kein aktives Mitglied einer Glaubensgemeinschaft ist".
Bookbinders Vorgänger, der im Dezember zurückgetretene Pfarrer Ernest Rea, hatte der BBC vorgeworfen, "nach einem weltlichen Reigen zu tanzen". Während die BBC Bookbinders "Integrität und Leidenschaft für Inhalt und Qualität" seiner Produktionen pries, meldete der Kolumnist der Sunday Times, Simon Jenkins, Kritik an. Zum ersten Mal mache die renommierte BBC einen Mann ohne religiösen Überzeugungen zum Leiter ihres Religionsressorts. Er sei aber immerhin "der führende religiöse Botschafter in der Öffentlichkeit".


Quelle: idea Deutschland und EMKNI

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