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EMKNI - 11.06.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Jährliche Konferenz 2001 der EMK Schweiz-Frankreich beendet

Impressionen vom KonferenzsonntagMit einer beeindruckenden Predigt von Bischof Heinrich Bolleter und der Ordinationsfeier vor rund 1'500 Menschen am Morgen sowie einem stimmungsvollen Nachmittagsprogramm ging die Jährliche Konferenz (Synode) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich 2001 gestern zu Ende.
In seiner Ordinationspredigt machte sich Bischof Bolleter Gedanken zum Predigtamt bzw. zur Rolle der Pfarrerinnen und Pfarrer in den heutigen Gemeinden. Dabei gab er fünf Gedankenanstösse, aufgrund des Predigtextes (Johannes 21, 15-19) weiter: "Erfolgsdruck kann blind machen für die geistlichen Realitäten", "Zuerst Empfangen, dann Handeln", "In der Mitte steht die Liebe zu Christus", ."Zusammenarbeit hat Vorrang" und "Dort sein, wo die Not am Grössten ist." Er betonte, anhand des Beispiels eines Rades, wie wichtig es sei, dass im Zentrum Christus steht. "Der pastorale Dienst ist wie ein Rad mit Speichen. Die Speichen sind die Kompetenzen, die er mitbringt oder sich aneignen muss. Sie sind wichtig für die Funktionstüchtigkeit des Rades. Noch wichtiger aber ist das Zentrum des Rades, die Achse, um die es dreht. Wie steht ein Pfarrer/ eine Pfarrerin heute in der kirchlichen Landschaft? Einige möchten sie zu einem Chamäleon machen, das sich gut und gerne an die vorgegebene Gemeinde- oder Kirchenlandschaft anpasst. Wir brauchen aber keine Chamäleons, wir brauchen PfarrerInnen, welche in Christus zentriert sind und den Mut haben, die Kirche in ihren vielen Aktivitäten auf ihre eigentliche Aufgabe aufmerksam zu machen, nämlich "Seelen zu retten und die Nation zu reformieren", so Bolleter und zitierte dabei John Wesley, den Gründer der EMK. Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Lobpreisteam der EMK-Gemeinde Rothrist umrahmt.
Im Rahmen des Festgottesdienstes fand die Ordinationsfeier für sieben Männer statt: Richard Hürzeler, Beat Kurmann, Andreas Steiner und Martin Streit wurden zu Ältesten der EMK sowie Rolf Wyder zum Diakon der EMK ordiniert. Ausserdem wurden die Ordinationen von Robert Gillet (Mennoniten) und Stefan Zolliker (reformierte Landeskirche) anerkannt und die beiden wurden zur Probe in die EMK aufgenommen.
Den Dank der Kirche konnten zwei Personen, stellvertretend für die beiden EMK-Gemeinden Rothrist und Olten, entgegennehmen, die mit grossem Engagement diese Jährliche Konferenz organisiert und gestaltet hatten.
Am Nachmittag fand ein zweistündiges Lobpreiskonzert vor rund 1000 Menschen mit Bene Müller, Musiker und Songwriter der Vineyard-Gemeinde Bern, und seiner Worship-Band statt. Mit gefühlvollen, aber auch rockigen Klängen, vermochten er und die Band, das Publikum mitzunehmen in eine Zeit von Lobpreis und Anbetung. Unterbrochen wurde jeweils das Programm von kurzen Statements einiger Personen, die erzählten, was ihnen Lobpreis und Anbetung bedeuten. So meinte Christoph Breitenstein von der EMK-Rothrist: "Lobpreis und Anbetung bedeuten mit praktisch alles." Oder Ruth Marmet von der EMK-Langenthal erlebte, dass Lobbreis und Anbetung auch durch schwere Zeiten helfen. Sämi Stauffer, auch von der EMK-Langenthal, Leiter einer Lobpreisgruppe, betonte, dass man als unvollkommener Mensch zu Gott kommen darf. "Wir werden eingeladen, zu Jesus zu kommen, weil unser Leben nicht vollkommen ist," so Stauffer. EMK-Bischof Nkulu Ntanda Ntambo aus der Demokratischen Republik Kongo erzählte aus der afrikanischen Kultur, wo Musik ein fester Bestandteil des Lebens sei. "Wir singen, ob in Freude oder Trauer", so Bischof Ntambo. Weiter sagte er, dass Lob Freude, Liebe und Achtung gegenüber Gott sei.
Traditionsgemäss zog gegen Schluss der Veranstaltung die Kinder in den Saal ein, die ein eigenes Programm hatten. Der Nachmittag endete mit einem Segenswort von Bischof Bolleter und einem Schlusslied der Worship-Band.


Quelle: EMKNI - Andy Schindler

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