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EMKNI - 18.06.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Bushs Vorschläge zum Klimawandel laut ÖRK ungenügend

Die US-amerikanischen Vorschläge zum Klimaschutz sind kaum ernst zu nehmen, meint Dr. David Hallman, Koordinator des Programms zum Klimawandel im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). "Millionen Menschen leiden bereits unter den Folgen von zunehmender Dürre, Überflutung und steigendem Meeresspiegel, und dennoch hält Bush allein freiwilliges Handeln für eine angemessene Reaktion, nachdem er sogar die bescheidenen Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls abgelehnt hat."
"Die Vorschläge, die Präsident George W. Bush der Europäischen Union auf dem Gipfeltreffen in Göteburg, Schweden, vorgelegt hat, lassen die Gravität des Klimawandels außer Acht", kommentiert Hallman, der auf dem Gipfel anwesend war. Die Realität der globalen Erderwärmung sei in diesem Jahr nicht nur von internationalen Wissenschaftlern im Dritten Bericht des Zwischenstaatlichen Sachverständigenausschusses zum Klimawandel (IPCC) belegt worden, sondern auch im Bericht der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, den Bush selbst angefordert habe und der ihm am 6. Juni übergeben worden sei.
"Es ist offensichtlich, dass die Schritte der Bush-Regierung mehr von dem wirtschaftlichen und politischen Druck bestimmt werden, der von der fossile Brennstoffe verarbeitenden Industrie ausgeht, als von der Sorge um Menschen und Ökosysteme, die vom Klimawandel betroffen wären, oder von dem zunehmenden Konsens der Wissenschaftler."
Zeitgleich mit dem EU-Gipfel veranstalteten die Kirche von Schweden und der Christenrat von Schweden einen ökumenischen Gottesdienst und einen Workshop zum Klimawandel. Auch wird nun europäische Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Religionsführern angestrebt.


Quelle: Reformierte Nachrichten (rna)

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