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EMKNI - 21.06.2001   Zurück zur Übersicht

Russland: EMK-Kircheneinweihung in Jekaterinenburg

Oben: Die neue EMK in Jekaterinenburg. Unten: Pfarrerin Olga KozubaDie Kirche der "Ersten Gemeinde" der evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Jekaterinenburg ist am 17. Juni 2001 feierlich eingeweiht worden.
Jekaterinenburg war eine der ersten Städte in Russland, in denen die methodistische Arbeit nach den Veränderungen durch die "Perestroika" wieder aufgenommen werden konnte. 1990 kam Pastor Dwight Ramsey aus Shreveport, Louisiana (USA) zum ersten Mal nach Jekaterinenburg. Gemeinsam mit Pastorin Lidia Istomina hat er in den folgenden Jahren eine methodistische Arbeit in Jekaterinenburg aufgebaut. Beide haben ihre Segenswünsche zur Einweihung übermittelt.
Mit inzwischen zwei Gemeinden und einem Netz sozialer Dienste in Gefängnissen, einem Kinderheim (einem Projekt des Ausschusses für Mission und Internationale Zusammenarbeit der deutschen EMK) und Suppenküchen ist Jekaterinenburg zu einem der Zentren unserer kirchlichen Arbeit in Russland geworden. Das wurde auch beim Einweihungsgottesdienst deutlich, bei dem neben Vertretern anderer russischer EmK-Gemeinden und evangelischer Kirchen der Stadt auch Gruß und Dank von der Direktorin des Untersuchungsgefängnisses für Frauen (sie erschien in russischer Offiziersuniform!), einer Vertreterin der Stadtverwaltung (die zugleich auch Glied der Gemeinde ist) und dem Leiter eines städtischen Kinderheimes überbracht wurden. Besondere Gäste waren Methodisten aus Louisiana, die auch beim "letzten Schliff" vor der Einweihung noch kräftig Hand angelegt hatten. Im Gottesdienst unter der Leitung von Gemeindepastorin Olga Kozuba und Superintendentin Dr. Elena Stepanova wurden die Weihegebete von Bischof William Hutchinson aus Louisiana gemeinsam mit Bischof Rüdiger Minor gesprochen. Bischof Minor hielt auch die Predigt.
Die Kirche ist idyllisch am Rande eines städtischen Parks erbaut unweit der Stelle, wo vor 10 Jahren eine erste methodistische Versammlung unter freiem Himmel gehalten wurde - das erste öffentliche Auftreten der damals noch jungen Gemeinde. Aber auf der anderen Seite der Straße beginnen die Wohnblocks der "Plattenbauten" – ein weites Feld für Zeugnis und Dienst der Gemeinde am neuen Ort. Die Partner aus Louisiana haben über die Jahre bei der Entwicklung des Gemeindelebens mitgeholfen durch finanzielle Unterstützung wie auch persönliche Teilnahme an der Evangelisation und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So sind enge und herzliche Freundschaften entstanden und weiter gewachsen.
Methodistische Kirchen in Louisiana haben auch einen erheblichen Teil der Baukosten von ca. 600'000 Dollar aufgebracht, im Übrigen eine Spende der EMK-Behörde für Weltweiten Dienst in New York. Die Gemeinden in Jekaterinenburg haben durch ihre Arbeit, ihre Ideen und ihre Gebete zum Gelingen des Baus beigetragen. Der Kinderchor (aus dem Kinderheim der Gemeinde), Kirchen- und Jugendchor gaben im Gottesdienst und einem Konzert am Nachmittag Zeugnis vom vielfältigen Leben der Gemeinde, die sich im neuen Heim schon ganz "zu Hause" fühlt. Und sie fühlt die Verpflichtung, "dass wir von hier hinausgehen, um überall Deine Diener zu sein, die den Segen Christi mit der Welt teilen, zu deren Rettung Er gekommen ist" (aus dem Weihegebet).


Quelle: Rüdiger Minor, Bischof

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