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EMKNI - 22.06.2001   Zurück zur Übersicht

Deutschland: “Auf weitem Raum” – Die EmK auf dem 29. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main

“Du stellst meine Füße auf weiten Raum”: Unter diesem Motto stand der 29. Deutsche Evangelische Kirchentag, der vom 13. bis 17. Juni in Frankfurt am Main (Hessen) stattfand. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) war in Gottesdiensten und Podiumsdiskussionen, aber auch mit Kleinkunstauftritten und Konzerten vertreten. Rundfunkmission, Frauenwerk und Kinderwerk hatten Stände auf dem “Markt der Möglichkeiten”:

"Solo" mit dabei
Franz Josef Strauß war am schwersten zu erraten. Beim "Promi-Quiz" am Stand der Rundfunkmission hatten die Besucherinnen und Besucher des "Marktes der Möglichkeiten" nur zehn Sekunden Zeit, ihn an der Stimme wiederzuerkennen. Das gelang den Jüngeren deutlich weniger gut. Die ältere Generation, die auf dem Kirchentag in großer Zahl auch zu sehen war, hatte es da leichter. Doch das Quiz war nur der Anziehungspunkt für ein wichtigeres Anliegen. Denn einfacher war es, in eine CD hineinzuhören, auf der fünf aktuelle Sendungen zu finden waren. Auf einer kleinen Antwortkarte sollten die Kirchentagsbesucher ein "Feedback" geben: Kommen die Inhalte und Sendeformen an? In den Gesprächen konnten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standes über unsere Rundfunkarbeit bei RTL und vielen Privatsendern informieren.
Die Rundfunkmission war dieses Mal "solo" auf dem Kirchentag und hatte nicht, wie in den vergangenen Jahren, die gesamte EmK "huckepack" mit dabei. Dennoch war, wie bei den anderen Ständen mit EmK-Beteiligung, auch bei der Rundfunkmission die Kirche selbst ein Thema: "Wie kamen die Methodisten nach Deutschland?" und "Was sagen Sie dazu, dass britische Methodisten zu Gott als 'Vater und Mutter' beten?" – Diese Fragen zeigen die Bandbreite der Interessen der Kirchentagsbesucher und -besucherinnen.
Im vielfältigen Angebot des Marktes war es eine sinnvolle Planung des Kirchentags, den ERF mit seiner "jungen welle" und die Rundfunkmission und Radio M einander gegenüber zu platzieren. Kontakte hin und her zwischen den Mitarbeitenden machten nach innen und außen deutlich: Wir sind keine Konkurrenten, sondern arbeiten gemeinsam daran, die Gute Nachricht zeitgemäß unter die Leute zu bringen.

EmK-Treffpunkt
Das Motto des diesjährigen Evangelischen Kirchentags scheint wie für das Frauenwerk der EmK ausgesucht: Wir wollen Frauen ermutigen, ihr Leben aus der Fülle Gottes zu gestalten.
Schon beim Aufbau am Mittwoch wurde der "weite Raum" für uns erlebbar. Wir befanden uns in guter Nachbarschaft mit anderen Gruppierungen und Initiativen im Bereich "Frauen und Männer" sowie mit Ständen zum Thema "Umwelt". Praktische gegenseitige Hilfe bei der Standgestaltung war selbstverständlich. Die erwies sich nämlich als gar nicht so einfach. Umso mehr freute es uns, dass das Ergebnis bei den Besucherinnen und Besuchern offensichtlich gut ankam und die schönen Stoffe in den Frauenwerksfarben einladend wirkten. Besonders methodistische Kirchentagsbesucher nahmen gerne unsere Einladung zu Kaffee und Tee an. Wir fühlten uns richtiggehend als EmK-Treffpunkt und es war schön, so viele vertraute Gesichter zu sehen.
Doch auf dem großen Evangelischen Kirchentag war unsere Zielgruppe natürlich auch noch eine andere. Wir wollten uns als EmK-Frauenwerk Männern und Frauen anderer Konfessionen sowie Menschen ohne kirchliche Zugehörigkeit vorstellen. Dies war in vielen Gesprächen auch gut möglich. Dabei fiel uns auf, dass sich vor allem Menschen für uns interessierten, die in irgendeiner Form schon einmal mit unserer Kirche in Berührung gekommen waren und bei uns die Chance sahen, etwas mehr über die EmK zu erfahren. Es war für uns sehr wichtig, hier auch auf die anderen beiden EmK-Stände des Marktes verweisen zu können. Dadurch wurde das Bild unserer Kirche geweitet. Überhaupt tat es gut, nicht allein auf dem Markt zu sein.
Die wohl eindrücklichste Erfahrung war ein Gespräch mit einer Besucherin, die ihre Kindheit in der EmK erlebte. Sie hat bei uns Heimat, aber auch viele positive Veränderungen gespürt. Das hat uns ermutigt, weiter Schritte in die Offenheit anderen gegenüber zu gehen und doch fest verwurzelt zu bleiben. Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum.

Bonbons und Projekte
Möchten Sie gerne wissen, wie viele Bonbons in diesem Glas sind? Dann raten Sie doch mal!" Mit dieser Frage wurden unzählige Kirchentagsbesucherinnen und -besucher am Stand des Kinderwerkes auf dem "Markt der Möglichkeiten" angesprochen. Ein kleiner Aufhänger, um die Rater und Raterinnen auf den Stand aufmerksam zu machen, an dem zwei Projekte vorgestellt wurden, die aus der Bischofsbotschaft und dem Konferenzthema "Kinder und Armut" erwachsen sind.
Zum einen war es das offene Angebot der Frankfurter Innenstadtgemeinde: die "Äktschen-Samstage". Einmal im Monat treffen sich Kinder ab sechs Jahren aus der Nachbarschaft zu einem gemeinsamen kreativen und spielerischen Freizeitangebot. Dabei wird im Umgang der Mitarbeitenden untereinander und vor allem in ihrem Umgang mit den Kindern und deren Eltern vermittelt: Du bist wertvoll, angenommen und willkommen. Diese erlebbare Zusage wird in Andachten aufgegriffen und auf die Ebene "Gott-Mensch" übertragen.
Das andere Projekt war der "Minikindergarten" in Dreieich-Sprendlingen: Dort hat sich die Gemeinde 1999 im Rahmen des Jahresthemas "Kinder und Armut" entschieden, eine Projekt für kleine Kinder ins Leben zu rufen. Die Räume waren vorhanden und warteten nur darauf, mit Leben gefüllt zu werden, ebenso der Garten. Eine verantwortliche Mitarbeiterin mit Erfahrung war von Beginn an begeistert dabei.
Bis heute ist die Nachfrage für die beiden Gruppen sehr groß. Vor allem alleinerziehende Mütter nutzen das preisgünstige und qualitativ hochwertige Angebot gerne. Und unsere sonst eher verwaisten Kirchengebäude werden mit Leben erfüllt. Drüber haben wir auf dem Markt berichtet. Die meisten Fragen zu unserem Stand bezogen sich jedoch auf die Evangelisch-methodistische Kirche überhaupt: "Was unterscheidet die EmK von anderen Kirchen?" oder "Was glaubt ihr denn so?" Wer dann umfassend über Allgemeines und Spezielles informiert war, konnte mit einem Selbstporträt oder einem anderen Kunstwerk den Kinderkreis um das EmK-Signet bereichern.


Quelle: EMK Deutschland

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