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EMKNI - 17.03.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: EMK feiert Einheit in kultureller Vielfalt

Bild 1: Jugoslawische Delegierte singen ein Lied - Bild 2: Pfarrerin Ana Palik-Kuncak aus Jugoslawien - Bild 3: Boguslawa Puslecka aus Polen - Bild 4: Mariella Michailova aus BulgarienGestern Abend fand ein öffentlicher Anlass der "Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa" (ZKMSE) in der reformierten Kirche in Bülach statt, der in eindrücklicher Weise die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Europa zeigte. Doch auch die Einheit der Menschen aus 15 Nationen und sieben Jährlichen Konferenzen kam zum Ausdruck in gemeinsamen, vielsprachigen Liedern.
Über die schwierige Lage der Jährlichen Konferenz von Jugoslawien berichtete Superintendent (Sup.) Martin Hovan. In hervorragendem Deutsch erzählte Ana Palik-Kuncak, eine der jugoslawischen EMK-Pfarrerinnen, von einem ihrer Berufungserlebnisse, das vor über 20 Jahren in Bülach geschah. Da stellte sie ihre Licht, dargestellt in einer brennenden Kerze, zusammen mit vielen anderen Jugendlichen auf den Platz einer überdimensionalen Landkarte, wo sie lebte und wirkte. Diese einsame Kerze in Jugoslawien schien ins Dunkel hinein, und sie wusste, dass dies genau das war, was Gott von ihr wollten. Dass sie ein kleines Licht sei in Jugoslawien.
In Polen entspricht das Verhältnis der Methodisten zur Gesamtbevölkerung etwas 4 Haaren auf einem durchschnittlich behaarten Haupt. 4'000 Methodisten aus 40 Millionen Polen und Polinnen werden ausschliesslich durch Männer geführt.
Doch die Frau des Sup. Edward Puslecki, Boguslawa Puslecka, betonte, dass die Kirche vor allem durch Frauen besteht, und diese die wesentliche und beste Arbeit verrichten würden.
Kommentar des Distriktsvorstehers zu den Ausführungen seiner Frau: "Sie haben gemerkt, dass dieser Werbetext nicht zensuriert ist."
Die EMK in Ungarn ist sehr engagiert in der institutionellen Diakonie. Diakonieleiter Istvan Ambrusz betreut heute zwei Altenheimen mit 15 und 80 Betten, sowie weiteren 15 Zimmern für Studenten.
Der Kirche in Ungarn stehen die Fernseh- und Rundfunkmedien weit offen. Die besondere Herausforderung, mehrmals wöchentlich Programme zu gestalten, wird engagiert angenommen.
Auch die Hilfe für die Opfer der jüngst geschehenen Überschwemmung durch die Hochwasser führende Theiss wird über den ökumenischen Sozialdienst mitgetragen. Das erklärte Sup. Istvan Csernak in seinen Ausführungen zum Land.
Über Bulgarien erfuhr man durch Sup. Bedros Altunian. Von der zerstörten Kirche, die ab 1961 durch staatliche Repression auf zwei kleine Gemeinden zusammengeschmolzen war. Und vom Aufbruch, der in den letzten zehn Jahren zu dreissig neuen Gemeinden führte. Besonders eindrücklich waren auch die Beiträge von Samuel Altunian und Mariella Michailova. Letztere erzählte von der Evangelisation in einem Zigeunerviertel in der Nähe der Stadt Varna. Dort lebt eine Frau in so ärmlichen Umständen, dass Mariella in nicht einmal fünf Minuten aufgezählt hätte, was sie besitzt. Nachdem diese Frau Christin geworden war, änderte sich für sie etwas ganz Grundsätzliches, das in einer ihren Aussagen zum Ausdruck kommt: "Ich kann beim Beten einfach nichts mehr bitten, ich kann nur immerzu danken."


Quelle: EMKNI

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