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EMKNI - 28.03.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Referendum gegen die Fristenlösung kommt

Heiner Studer und die SVP unterstützen das Referendum gegen die FristenlösungDer Entscheid der eidgenössischen Räte über den Schwangerschaftsabbruch vom Freitag, 23. März 2001 ist nach Auffassung der "Gesellschaft für den Schutz den ungeborenen Lebens in der Schweiz" (GLS) "ethisch und rechtsstaatlich unhaltbar". Die GLS wird laut einer Medienmitteilung vom Freitag definitiv das Referendum ergreifen. «Die Fristenlösung muss vors Volk., die Stimmbürgerinnen und –bürger sollen das letzte Wort haben», heißt es in dem Communiqué
Die vom Parlament beschlossene Lösung sei ethisch und rechtsstaatlich unhaltbar. Sie öffne Schleusen für Einbrüche bei den ethischen Werten und führe die Gesellschaft letztlich auf eine schiefe Ebene. Eine Rechtsordnung mit Bestimmungen, die sich nicht auf ethische Prinzipien abstütze, sei auch unvereinbar mit den in der Bundesverfassung gewährleisteten Grundrechten.
Die GLS setzt sich zusammen aus der Schweiz. Evangelischen Allianz und den Lebensschutzorganisationen «Ja zum Leben» Sektion Zürich und Aktion "Helfen
statt töten".
Die GLS werde alle ihre Kräfte einsetzen, um das Referendum zum Erfolg zu führen. Dem Patronatskomitee haben sich laut GLS-Communiqué zur Verfügung gestellt die Ständeräte Christoffel Brändli (SVP/GR), Hans Hofmann
(SVP/ZH) und Rico Wenger (SVP/SH) sowie die Nationalräte J. Alexander Baumann (SVP/TG), Peter Föhn (SVP/SZ), Bernhard Hess (SD/BE), Rudolf Joder
(SVP/BE), Josef Kunz (SVP/LU), Werner Messmer (FDP/TG), Fritz Abraham Oehrli (SVP/BE), Ulrich Schlüer (SVP/ZH), Walter Schmied (SVP/BE), Hanspeter Seiler (SVP/BE) sowie Christian Waber (EDU/BE), Walter Donzé (EVP/BE) und Heiner Studer (EVP/AG).
Heiner Studer hat denn auch in einer Stellungnahme am Montag angekündigt, dass die "Evangelische Volkspartei der Schweiz" (EVP) das Referendum gegen die Fristenlösung aktiv unterstützen werden. Studer ist Vizepräsident der EVP und gehört zur Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK).
Die EVP sei sich bewusst, dass ein Ja zur Unverfügbarkeit des Lebens von den unmittelbar betroffenen Menschen viel an Einsatz und Verzicht erfordere. Darum sei dieses Ja durch konkrete politische Maßnahmen zu unterstützen. Die EVP werde entsprechend aktiv sein.


Quelle: Reformierte Nachrichten (rna)

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