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EMKNI - 30.03.2001   Zurück zur Übersicht

Italien: Eine Milliarde Lire Steuergelder zuviel für die Waldenser und Methodisten

Vor wenigen Tagen hat das Steuerbüro der Waldenser vom italienischen Staat die Mitteilung erhalten, den Waldensern und den Methodisten Italiens seien im Jahr 2000 durch einen Fehler über eine Milliarde Lire (etwa 1,2 Millionen Franken) Steuergelder zuviel überwiesen worden.
Die aus Versehen zu hoch kalkulierten Steuergelder, so wurde den Waldensern mitgeteilt, seien nun als Vorauszahlung für das Jahr 2001 zu betrachten. Der Moderator der Waldenser, Pfarrer Giovanni Genre, befürchtet große Schwierigkeiten für die Zuteilung der Steuergelder des laufenden Jahres. Die Quoten sind nämlich am Sinken.
Italien kennt das jetzt auch in den Schweizer Kantonen Basel-Stadt und Zug diskutierte System der Mandatssteuer. Jeder Steuerzahler in Italien kann via Steuererklärung wünschen, welche religiöse oder soziale Institution seine acht Promille bekommen soll.
An der letzten Synode der Waldenser und der Methodisten-Kirche im August 2000 ist die Problematik der Mandatssteuer diskutiert worden. Wählten 1991 noch 60 Prozent der Steuerzahler die Empfänger-Institution ihrer acht Promille, so sind es gegenwärtig noch 39 Prozent. Alle anderen Steuerzahler treffen keine Wahl; ihre Gelder werden nach einem Schlüssel verteilt. An diesen Quoten sind die Waldenser und die Methodisten nicht beteiligt. Sie bekommen nur die von den Steuerzahlern verfügten Acht-Promille-Quoten, und diese werden von Jahr zu Jahr geringer.


Quelle: Reformierte Nachrichten (rna)

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