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EMKNI - 03.05.2001   Zurück zur Übersicht

Algerien: Diffamierende Medienkampagne gegen Christen in der Kabilei

Seit mehreren Wochen greifen islamisch geprägte Zeitungen evangelische Christen in der Kabilei, eine Region östlich Algiers, mit diffamierenden Artikeln an. Sie bezeichnen evangelische Gemeinden als "Sekten, dessen Gefahrenpotential erheblich sei". Ein französischer Pastor, der für seinen Dienst in Algerien sehr bekannt ist, wird als Guru und Sektenführer bezeichnet, dessen "Priestertum" durch Drogengelder unterstützt werde. Andere Artikel sprechen von "Evangelisten, welche die Jungen ködern" oder behaupten, dass angeblich nicht weniger als 12 Selbstmorde in zwei Jahren unter den Anhängern stattgefunden hätten.
Vor einer evangelischen Gemeinde in Tizi Ouzou (Kabilei), deren Adresse in einer dieser Zeitungen genannt worden war, kam es zu einer Menschenansammlung und das Gebäude wurde mit Steinen beworfen. Doch später konnten einige dieser Leute ihrer Neugierde nicht widerstehen, die Kirche zu betreten und nahmen sogar am Gottesdienst teil. Mehrere sind dabei vom Evangelium berührt worden.
Der algerische Minister für religiöse Angelegenheiten hat die Existenz des Christentums in der Kabilei als "eine Gefahr für die nationale Einheit" bezeichnet. Diese Hetzkampagne ist alarmierend, da dadurch fanatische Islamisten gegen die Christen mobilisiert werden könnten.
Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Algerien ist eingebunden in die "Protestantische Kirche in Algerien". In der Kabilei ist sie mit einer Gemeinde vertreten.


Quelle: Offene Grenzen

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