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EMKNI - 18.05.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Die Jährliche Konferenz (Synode) der EMK Schweiz/Frankreich rückt näher

Die JK Schweiz-Frankreich tagt vom 6. bis 10. Juni in Rothrist und OltenVom 6. bis 10. Juni 2001 findet in Rothrist und Olten die Tagung der Jährlichen Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK)Schweiz/Frankreich statt. In den vergangenen Tagen sind verschiedene Inhalte auf der Homepage der JK unter http://www.umc-europe.org/jk/ neu hinzugekommen, unter anderem auch die Pressemappe, zusammengestellt von Daniel Hasler von der EMK in Rothrist.

Leitung der Jährlichen Konferenz
Die Evangelisch-methodistische Kirche ist eine weltweite Organisation mit ca. 10 Millionen Mitgliedern. Aufgeteilt ist die Kirche in viele Teilgebiete, die sogenannten Jährlichen Konferenzen. Mehrere Jährliche Konferenzen sind zu Zentralkonferenzen (in den USA Jurisdiktionalkonferenzen) zusammengefasst, denen jeweils ein Bischof vorsteht. Die JK Schweiz-Frankreich gehört zur Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa (ZKMSE) und wird von Bischof Heinrich Bolleter seit zwölf Jahren geleitet.
Jede Jährliche Konferenz trifft sich einmal pro Jahr zur Tagung (Synode) der Jährlichen Konferenz, die – etwas verwirrend – auch "Jährliche Konferenz" genannt wird. Den Vorsitz in dieser grundlegenden Körperschaft der Kirche in der Schweiz und Frankreich nimmt Bischof Bolleter wahr. Ein Bischof wird von der Zentralkonferenz gewählt und in sein Amt eingesetzt. Die Evangelisch-methodistische Kirche kennt auch das Bischofsamt für Frauen. Frauen sind in allen Ämtern der EMK zugelassen.
Ein Bischof kann einen oder mehrere Distriktsvorsteher berufen, welche ihm in der Führung der Kirche zur Seite stehen. Ihre Amtszeit ist auf acht Jahre beschränkt. Nach Beratung mit den Distriktsvorstehern weist der Bischof die Pfarrerinnen und Pfarrer den Bezirksgemeinden zu. An der Tagung der JK werden die Dienstbeauftragungen vom Bischof veröffentlicht und in Kraft gesetzt.

Zusammensetzung der Jährlichen Konferenz
Die Tagung der Jährlichen Konferenz setzt sich paritätisch aus Laien und PfarrerInnen zusammen. Hinzu kommen weitere Personen, die in der Kirche zentrale Aufgaben ausüben.
Auch PfarrerInnen im Ruhestand bleiben Mitglieder der Jährlichen Konferenz und sind zur Synode eingeladen. Konferenzdelegierte der Gemeinden werden jeweils für vier Jahre gewählt. Sie können sich ohne Einschränkung mehrfach hintereinander wiederwählen lassen.

Aufgaben der Jährlichen Konferenz
Die Jährliche Konferenz ist die grundlegende Körperschaft in der Kirche. Sie hat das Recht, über alle Verfassungsänderungen der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche abzustimmen.
In der Schweiz ist die EMK als ein im Handelsregister eingetragener Verein konstituiert. Die Tagung der JK entspricht der jährlich stattfindenden Hauptversammlung des Vereins "EMK in der Schweiz".
An der Tagung der JK entscheiden die Pfarrerinnen und Pfarrer über alle Fragen des Charakters, der Konferenzzugehörigkeit und der Ordination der PfarrerInnen.
Gemeinsam mit den Laiendelegierten beraten die PfarrerInnen die Berichte der Kommissionen, Ausschüsse und selbstständigen Werke, und nehmen diese entgegen. Die Delegierten entwickeln Visionen, erlassen Resolutionen und setzen Impulse für die Arbeit in den Ortsgemeinden.
Die Jährliche Konferenz ist der Ort, an dem Menschen neu in den Dienst der Kirche eingesetzt werden. In der von meist 1500 Menschen besuchten Konferenzsonntagsfeiern werden Personen zum Dienst als Diakone (VikarInnen) und Älteste (PfarrerInnen) ordiniert.

Arbeitsweise der Jährlichen Konferenz
Eine der wesentlichsten Arbeitsweisen ist die Präsentation von Berichten und ihre Diskussion und Beschlussfassung durch die im Plenum versammelten Delegierten. Die Sitzungen der JK sind öffentlich, mit Ausnahme der "Geschlossenen Sitzungen". Bei Letzteren treffen sich die Laiendelegierten und PfarrerInnen separat und entscheiden über Personalfragen und andere Sachgeschäfte. Neu kommen an einem Nachmittag auch die französischsprachigen Delegierten unter sich zusammen.
Mehr Zeit als die Geschäftssitzungen nimmt das gemeinsame Feiern ein. Dazu werden auch Gäste aus Politik und Kirche eingeladen und bewusst der Dialog mit der Bevölkerung gesucht. Im Zentrum der Feiern aber steht das Bekenntnis zum einen Herrn der Kirche, zu Jesus Christus.


Quelle: EMKNI

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