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EMKNI - 19.11.2001   Zurück zur Übersicht

Österreich: Ökumenischer Empfang zum Superintendentenwechsel

Helmut und Ingegerd Nausner (Archiv)Der Wechsel von einem Superintendenten zum nächsten war Anlass für die Methodistenkirche in Österreich, am 15. November 2001 zu einem ökumenischen Empfang nach Wien-Fünfhaus einzuladen. Kirchlicherseits wurde der scheidende Superintendent Helmut Nausner schon anlässlich der Jährlichen Konferenz im vergangenen Juni in Graz verabschiedet und gewürdigt. Nun galt es, diesen Wechsel auch im Rahmen der Ökumene und zusammen mit Gästen aus verschiedenen Kirchen und weiteren Personen der Öffentlichkeit in einer festlichen Stunde zu begehen.
Bischof Heinrich Bolleter nahm in seiner Ansprache die Gelegenheit wahr den Gästen vorzustellen, wie in der Evangelisch-methodistischen Kirche das Leitungsamt verstanden wird. Gesucht sind nicht Kirchenmanager sondern überzeugende Christen. Sie sollen der Vielfalt des Lebens und des Glaubens Raum geben, aber auch einen gemeinsamen Konsens schaffen. Von ihnen wird ein prophetisches Wort, geistliche Disziplin und theologische Reflexion erwartet. Wer in einer kirchenleitenden Funktion tätig ist, begleitet die pastoralen Mitglieder in ihrem Dienst und ermutigt sie wie auch die Gemeindeglieder und jegliche Christen zum Dienst an der Welt.
Helmut Nausner hat diese Aufgabe während 18 Jahren als Superintendent in Österreich wahrgenommen. Sein Dienst wirkte aber über die eigene Kirche und über Österreich hinaus. Innerhalb der weltweiten Methodistenkirche leistete er manchen Dienst als Brückenbauer. Durch verschiedene Konsultationen und Konferenzen ermöglichte er es, dass Christen aus verschiedensten Ländern einander begegnen und voneinander lernen konnten. Das ökumenische Miteinander in Österreich hat er über weite Strecken mitgeprägt, seit 1968 als Mitwirkender in den ökumenischen Morgenfeiern des ORF und seit 1980 und bis auf Weiteres als Sekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich. Als dritter herausragender Punkt nannte Bischof Bolleter die Lehrtätigkeit Helmut Nausners, die stets um die Theologie John Wesleys und um das kreiste, was Wesley den Methodisten mit auf den Weg gegeben hat. Diese Lehrtätigkeit fand in vielen Ländern Europas, in den USA und in Afrika statt. Sie hat aber noch kein Ende gefunden, da Helmut Nausner auch im Ruhestand als Lehrer am Martin-Luther-Kolleg in Waiern tätig sein wird.
Zu Recht wurde ihm deshalb vom österreichischen Bundespräsidenten auf Vorschlag der Bundesministerin Elisabeth Gehrer nun der Titel eines Professors verliehen. In seiner Antwort auf die Laudatio durch Ministerialrat Dr. Karl Schwarz dankte Helmut Nausner für jeden und jede einzelne Anwesende. Zu allen könne er eine eigene Geschichte erzählen, die sein Leben bereichert habe. Wichtig sei jedoch, dass wir gemeinsam etwas werden zum Lob der Herrlichkeit Gottes. Die musikalische Gestaltung des Festaktes durch vier junge Musikerinnen brachte dieses Lob Gottes hörbar zum Ausdruck. Die Feier klang aus durch ein Büffet, das ein Team aus dem nahe gelegenen Flüchtlingsheim in der Grimmgasse zubereitet hatte und betreute.


Quelle: Esther Handschin

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