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EMKNI - 26.11.2001   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Engagement der Albanienhelfer gewürdigt

Wismar (OZ) "Wenn wir gewusst hätten, was auf uns zukommen würde auf den Hilfstransporten, dann hätten wir's wohl nicht gewagt." Das gestand Pastor Frieder Weinhold den Gästen des Empfangs zum zehnjährigen Bestehen der Albanienhilfe in Wismar. Mit seiner Frau Doris, Siegfried Ballentin und Thomas Steffen hatte er im November 1991 die Hilfe für die Menschen im Bergdorf Bishnica begonnen. Seitdem gab es an die 100 Hilfsaktionen, wurden über zwei Millionen DM und unzählige Sachspenden für die Region Pogradez zusammengetragen.
Die Albanienhilfe wurde Teil des Christlichen Hilfsvereins Wismar, der heute 30 Mitglieder zählt, sieben deutsche und vier albanische Mitarbeiter hat und 300 ehrenamtliche Mitstreiter. Ihnen allen, die inzwischen aus mehreren Teilen Deutschlands kommen, und den vielen Spendern dankte Vereinsvorsitzender Frieder Weinhold aufs Herzlichste. "So haben sich in zehn Jahren Albanienhilfe partnerschaftliche Beziehungen nicht nur in Albanien, sondern auch in Deutschland entwickelt. Für diese guten Erfahrungen sind wir dankbar. Der Glaube an Christus gibt uns die Kraft zum Durchhalten, denn es kommt darauf an, den Menschen in Albanien dauernde Freunde zu sein", sagte Frieder Weinhold.
Sein großes Organisationstalent habe maßgeblich zum Erfolg der Albanienhilfe beigetragen. Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken würdigte sein "unermüdliches und forderndes Geschick", Spenden einzuwerben und seine Fähigkeit, verschiedenste Leute für die Hilfstransporte zu begeistern. Vereinsmitglied Ulrich Born, CDU-Mitglied im Landtag, bezeichnete ihn als "erfolgreichsten, uneigennützigen Bettler der Stadt mit Multimediatalent". Helmut Specht, Schifffahrtskaufmann aus Hamburg, wünschte dem "größten Schnurrer vor dem Herrn" weiterhin Erfolg. Für Superintendent Hans Michalski hat das Evangelium, die christliche Nächstenliebe und die Diakonie in der Albanienhilfe einen konkreten Punkt gefunden. Pfarrer Jürgen Wätjer als Nachbar der Methodisten würdigte die Mitarbeit von katholischen Christen in den Hilfsaktionen. Sie sind noch immer lebensnotwendig für die Albaner, trotz erheblicher Verbesserungen in den letzten Jahren, mahnte der Albanien-Experte Dr. Michael Schmidt-Neke aus Kiel.


Quelle: Ostsee-Zeitung – Haike Werfel

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