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EMKNI - 28.11.2001   Zurück zur Übersicht

USA: Methodisten wollen Klonverbot

Das Klonen eines menschlichen Embryos durch ein amerikanisches Unternehmen ist bei Lebensrechtlern, Methodisten und der katholischen Kirche auf scharfen Protest gestoßen. Es handele sich um einen "auf das schärfste zu verurteilenden Verstoß gegen die Würde des Menschen", erklärte die Deutsche Bischofskonferenz (Bonn). Der abnehmende Respekt vor der Schöpfung und vor Gott werde zu schwerwiegenden Konsequenzen führen.
Am 25. November hatte das Unternehmen “Advanced Cell Technology aus Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts bekanntgegeben, aus einer entkernten Eizelle und dem Kern einer Hautzelle einen menschlichen Embryo geklont zu haben. Es ist der erste bekanntgewordene Klonversuch am Menschen. In den USA ist das Klonen nicht verboten. US-Präsident George W. Bush, hat das Experiment der Firma ACT kritisiert.
Für ein totales Klonverbot hat sich Jaydee R. Handson, ein Verantwortlicher des United Methodist Board of Church and Society, (GBCS) ausgesprochen. Er nahm an einer Pressekonferenz auf dem Capitol Hill teil, an der sich acht Organisationen, von linken Umweltaktivisten bis zu rechtsorientierten Lebensrechtlern, gegen das Klonen zusammengeschlossen haben. Die Pressekonferenz wurde von Senator Sam Brownback, ebenfalls ein evangelisch-methodistischer Christ, finanziert.
Hanson an der Pressekonferenz: "Es mag einige von der Presse erstaunen, dass eine Denomination hier anwesend ist, welche Frauenrechte unterstützt." Doch habe die höchste gesetzgebende Instanz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) die Generalkonferenz, sich im Jahr 2000 für ein totales Verbot von Aktivitäten ausgesprochen, wie sie jetzt von ACT ausgeführt würden.
Ebenfalls auf Ablehnung in amerikanischen, kirchlichen Kreisen stößt das Klonen eines Menschen bei der Römisch-katholischen Kirche, bei den südlichen Baptisten und der (konservativen) Christlichen Koalition.
Eine andere Haltung nehmen die Presbyterianische Kirche und die Führer des Reformjudentums ein. Sie unterstützen das Klonen menschlicher Stammzellen aus medizinischen Gründen, lehnen es jedoch als Reproduktionstechnologie ab.
In Deutschland nennt die Bundesvorsitzende der “Christdemokraten für das Leben” (CDL), Johanna Gräfin von Westphalen (Meschede), den Klonversuch einen Skandal. Der Vorgang in den USA belege, wie schwer es sei, die Tür zur Verwertung von Menschen wieder zu schließen, wenn man sie erst einmal einen Spalt geöffnet habe.


Quelle: Idea Deutschland u.A.

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