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EMKNI - 29.11.2001   Zurück zur Übersicht

Kenya: Einzigartige HIV/AIDS-Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen in Afrika

Internationale und afrikanische ökumenische Organisationen haben auf einer "Internationalen Konsultation über ökumenische Initiativen zum HIV/AIDS-Problem in Afrika" einen koordinierten Aktionsplan entwickelt, um auf die AIDS-Pandemie zu reagieren. Die Konsultation fand vom 25. bis 28. November 2001 in der Kenya School of Monetary Studies in Nairobi, Kenia statt.
"HIV/AIDS nimmt in Schwarzafrika genozidähnliche Ausmaße an. Seit dem Sklavenhandel hat keine Katastrophe Afrika so entvölkert wie AIDS", erklärt Sam Kobia. Kobia ist Direktor des ÖRK-Arbeitsbereichs "Themen und Problembereiche", in dessen Zuständigkeit die Arbeit zu HIV/AIDS fällt. "Die wirtschaftlichen, sozialen und spirituellen Folgen können gar nicht gravierend genug eingeschätzt werden. Für die afrikanischen Kirchen stellt HIV/AIDS die größte Herausforderung an ihre Sendung und Berufung dar, Leben und Menschenwürde in bestandfähigen Gesellschaften zu fördern."
Afrikanische Kirchenführer, ökumenische Gremien, nationale Kirchenräte und einschlägig tätige Nichtregierungsorganisationen (NROs) sind seit Januar 2001 in Konferenzen in Uganda, Südafrika und Senegal zusammengekommen. In Nairobi teilten sie nun die Ergebnisse dieser Gespräche mit internationalen ökumenischen Partnern und arbeiteten gemeinsam mit ihnen einen Aktionsplan aus.
"Die Konsultation in Nairobi ist einzigartig. Zum ersten Mal werden die afrikanischen Kirchen zusammen mit allen großen ökumenischen Finanzierungspartnern aus Europa und Nordamerika einen koordinierten Aktionsplan aufstellen. Wir können und dürfen keine Zeit verlieren", so Kobia zu Beginn der Tagung, "denn wir müssen die AIDS-Plage überwinden."
Die Konsultation brachte mehr als 120 Personen zusammen. Bei den Sitzungen wurde über Schulbildung, Berufsausbildung, Vorsorge und Fürsorge, Behandlung und Unterstützung für die Opfer der Krankheit beraten.


Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen

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