Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 31.10.2001   Zurück zur Übersicht

USA: Evangelisch-methodistischen Kirche informiert über Transsexualität

In diesem Herbst sind in der Jährlichen Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Baltimore-Washington drei Informations- und Gesprächsversammlungen vorgesehen, die sich mit dem Thema der Transsexualität beschäftigen.
Eine Gruppe von zwölf Personen, zusammengesetzt aus Vertretern der Ordinierten, dem Bischofskabinett und dem Pfarrer und Rechtsanwalt Thomas W. Porter von der EMK-Mediationsgruppe JUSTPEACE bereiten unter der Leitung von Pfarrerin Roberta Scoville diese Veranstaltungen seit dem 4. September vor.
An den Konsultationen geht es nicht darum, Entscheide zu fällen, sondern laut Scoville PfarrerInnen und Laien so umfassend zu informieren, und sie auf einen geistlich geprägten Weg mitzunehmen, sodass, wenn die Tagung der Jährliche Konferenz (Synode) 2002 zur Transsexualität Entscheide zu fällen hat, die Beteiligten nicht nur emotional Stellung beziehen.
Die Diskussion über die Transsexualität wurden an der letzten Tagung der JK Baltimore-Washington ausgelöst, als die Kommission für das Predigtamt darüber diskutierte, ob die beurlaubte Pfarrerin Rebecca Steen wieder in den aktiven Dienst zurückkehren könne. Steen hieß vor ihrer Geschlechtsumwandlung Richard Zomastny. Ein Entscheid wurde nicht gefällt. Jedoch zeigte sich in diesen Gesprächen ein gewaltiges Konfliktpotential, das die Jährliche Konferenz sprengen könnte.
An den drei geplanten Konsultationen sollen persönliche Empfindungen, biblische und theologische Erträge, medizinische und psychologische Erkenntnisse, soziologische und kulturelle Gesichtspunkte sowie die EMK-Kirchenrechtsaspekte dargelegt und besprochen werden.
Aufgabe von Porter von JUSTPEACE ist es, bei den Gesprächen eine positive Konfliktaustragung zu gewährleisten. Zum Wesen eines positiv ausgetragenen Konflikts beton der Mediator: "Das Wichtigste, das Menschen im Leben brauchen, ist, dass ihre Meinung gehört wird. Du musst nicht die gleiche Meinung vertreten, du musst nur bereit sein, die Meinung des Andern zu hören und verstehen zu wollen. Scoville ist sicher, dass unter der Begleitung von JUSTPEACE kontroverse Themen "produktiver und weniger verletzend" behandelt werden können.


Quelle: United Methodist News Service

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"