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EMKNI - 11.09.2001   Zurück zur Übersicht

Zentralamerika: 300.000 Mark für Saatgut benötigt

In Zentralamerika hungern rund eine Million Menschen. Seit Mai hat es nicht geregnet; Mais, Bohnen und Sorghum sind auf den Feldern verdorrt. Jetzt setzen die Menschen ihre ganze Hoffnung auf Regen: Im September beginnt normalerweise die kleiner angelegte Nachaussaat. Die Diakonie-Katastrophenhilfe stellt Bauern in Nicaragua und El Salvador 300.000 Mark für Saatgut zur Verfügung.
Die Reserven sind aufgebraucht. Nun hungern die Menschen in Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala – unbemerkt von der weltweiten Öffentlichkeit. Zur Trockenheit kommt hinzu, dass hunderttausende Saisonarbeiter durch die Kaffeekrise ihre Arbeitsplätze verloren haben. Auf Hilfe durch die Regierenden können die Bauern kaum oder gar nicht hoffen, da sie eine wirtschaftlich uninteressante Randgruppe darstellen.
Die internationale Hilfe läuft noch schleppend an, da die Medien nur vereinzelt über diese stille Katastrophe berichten. Einige Hilfsorganisationen verteilen bereits dringend benötigte Lebensmittelpakete, ohne die viele Menschen den September und Oktober nicht überleben könnten. Entscheidend wird aber sein, die Produktion von Nahrungsmitteln wieder in Gang zu bringen.
In diesem Jahr liegt in dieser Nachaussaat die einzige wirkliche Chance für das Überleben hunderttausender Familien. Nur wenn eine umfangreiche Aussaat gelingt, besteht die Möglichkeit, zwei bis drei Monate später wieder eine Ernte einzubringen. Die Diakonie-Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Opfer der Dürre unter dem Kennwort »Zentralamerika Dürre« auf folgendes Konto: Evangelisch-methodistische Kirche / Brot für die Welt, EKK-Bank Frankfurt, Deutschland, (BLZ 500 605 00), Nummer 4 10 54 00.


Quelle: EMK Deutschland

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