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EMKNI - 24.09.2001   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Kurt Spiess kündigte Rücktritt als Präsident der SEA an

Kurt Spiess tritt als Präsident der SEA zurückDer Präsident der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), der ehemalige FEG-Pastor Kurt Spiess, will auf Juni 2002 nach dreijähriger Amtszeit zurücktreten. Seinem Nachfolger werde er eine motivierte Allianzarbeit ohne Schulden hinterlassen können.
Eher überraschend gab Kurt Spiess dem Zentralvorstand der SEA anlässlich einer Klausur seinen Rücktritt auf die Delegiertenversammlung 2002 bekannt. Dies geschehe nicht aus Resignation, sondern "es wurde vom Herrn so gefügt", ist Spiess überzeugt. Er nennt in seinem Schreiben an die Allianzgremien einige Gründe für seinen vorzeitigen Abgang, denn der Präsident war nach einem Jahr im Vorstand im Juni 1999 für eine vierjährige Amtperiode gewählt worden. Als Erstes glaubt Kurt Spiess, seine Hauptaufgabe, nämlich nach der damaligen Vertrauenskrise der verschuldeten SEA Beziehungsarbeit bei Gemeinden und Werken zu leisten, sei weitgehend erfüllt. Andere Aufgaben seien jetzt dran. "Ich bin kein klassischer Präsident," gesteht Spiess in seinem Schreiben. Ihm gehe es mehr um einen "priesterlich-seelsorgerlichen" Dienst, zu dem er berufen sei. Sein Nachfolger werde eine motivierte SEA ohne Schulden übernehmen können.
Als weitere Gründe für seinen Rücktritt nennt der frühere Prediger der Freien Evangelischen Gemeinden und ehemalige Sektionspräsident von St. Gallen die Pensionierung im nächsten Februar und seine Gesundheit. Er habe immer viel Verantwortung tragen müssen, was auch an seinen Kräften gezehrt habe. Am 27. August hatte Kurt Spiess zu Hause für einige Stunden eine Absenz erlitten. Bei den Untersuchungen konnten die Ärzte allerdings keine Anzeichen eines gesundheitlichen Problems feststellen. Ihm und seiner Familie sei dies aber "ein erneuter Fingerzeig" gewesen, Verantwortung mehr und mehr abzugeben, so Spiess. Die Zeit bei der SEA bezeichnet er als "eine Zeit tiefer Lebenserfüllung". Es sei gleichsam das Dessert seines Dienstes gewesen, dem "Leib Jesu" in der Schweiz auf diese Weise zu dienen. Das Amt habe ihm viele Türen geöffnet, ihn aber dann und wann auch gehindert. Als "Privatmann" werde er künftig wieder freier auftreten können. Spiess beabsichtigt, sich weiter für Menschen im dritten Lebensabschnitt sowie für die "Stiftung Pro Bibel" einzusetzen.


Quelle: Schweizerische Evangelische Allianz (SEA)

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