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EMKNI - 02.04.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Ein Aufruf von Bischof Heinrich Bolleter zur Eskalation der Gewalt in Israel und Palästina

Wir sind schockiert über die Eskalation von Gewalt und Gegengewalt in Palästina und Israel. Wir sind erschüttert durch die Berichte über die grosse Zahl der Opfer und über die vielen Grenzüberschreitungen in die Autonomie und den Lebensraum der Israelis und der Palästinenser. Als Evangelisch-methodistische Kirche in Mittel- und Südeuropa treten wir ein für einen sofortigen Abzug der israelischen Armee aus den besetzten Gebieten und für die Beendigung aller Gewaltakte seitens der Palästinenser. Wir appellieren an beide Seiten, Israelis und Palästinenser, die Kette des Hasses und der Vergeltung zu durchbrechen und dem Frieden Raum zu geben, den Gott für alle Menschen will.
Wir appellieren an die politischen Kräfte in Europa und weltweit, sich dringend für eine Beendigung der Eskalation der Gewalt und des Krieges einzusetzen durch die Entsendung internationaler Beobachter und auch notwendiger humanitärer Helfer in die Krisenregion. In der begonnenen weltweiten Dekade zur Überwindung von Gewalt betonen die Kirchen, dass die Anwendung von Gewalt und Gegengewalt nicht geeignet ist, politische, gesellschaftliche und zwischenmenschliche Probleme zu lösen.
Als Bischof von Mittel- und Südeuropa rufe ich auf zum Gebet für den Frieden. In den Städten und Orten Mittel- und Südeuropas sollten wir das gemeinsam mit den anderen Kirchen tun. Wir wissen uns dabei vereint mit den christlichen Gemeinden in Israel und in Palästina, welche sich mit einem bewegenden Appell um Unterstützung im Gebet für den Frieden an alle Partnerkirchen in der Welt gewendet haben. Unsere besondere Beziehung zum Judentum und unsere Liebe zu allen Menschen in Israel und Palästina drängen uns, diese Erklärung abzugeben.


Quelle: Heinrich Bolleter, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche von Mittel- und Südeuropa

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