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EMKNI - 06.08.2002   Zurück zur Übersicht

Welt: Boris Trajkovski erhält den Methodistischen Friedenspreis 2002

Boris Trajkovski, Präsident der Republik von Makedonien, wird der Methodistische Friedenspreis 2002 im September in Oslo, Norwegen, erhalten. Seit dem Jahr 1977 wird der Preis jährlich vom „World Methodist Council“ verliehen. Frühere Friedenspreisträger sind unter anderem Nelson Mandela, Kofi Annan, Jimmy Carter und Michail Gorbatschow. Bei der Ankündigung der Preisverleihung würdigte das Council Trajkovskis Bemühungen, wirtschaftliche Stabilität und Frieden für sein Land zu erzielen.
Trajkovskys Vision, dass in einem vereinigten Land Makedonier und Albaner in Frieden zusammen leben, half ihm, anlässlich der Wahlen im Jahr 1999 die albanischen Stimmen zu gewinnen, erklärte Pfarrer Peter Siegfried vom United Methodist Board of Global Ministries. Trajkovski spielte auch eine entscheidende Rolle dabei, das makedonische Parlament energisch zur Genehmigung einer neuen Verfassung voran zu treiben, die die albanische Minderheit ebenso anerkennt wie auch die hauptsächlichen nicht-orthodoxen religiösen Gruppen. Zu diesen Gruppen gehören Römisch-Katholiken, Juden, Muslimen und Methodisten.
Der 46-jährige Trajkovski arbeitete früher als stellvertretender Minister für auswärtige Angelegenheiten von Makedonien. Er schloss im Jahr 1980 ein Jurastudium an der Universität von St. Cyril und Methodius in Skopje ab und spezialisierte sich in Handels- und Beschäftigungsrecht. Er und seine Frau Vilma, Angestellte bei der Nationalbank der Republik von Makedonien, haben zwei Kinder. Trajkovski ist Laienprediger und aktives Mitglied der kleinen Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche in Skopje.
Während der letzten zwölf Jahre hat Trajkovski an internationalen Konferenzen über Konfliktlösungen, religiöse Toleranz und religiöse Freiheit teilgenommen.
Gemäss seiner offiziellen Biographie setzt er sich dafür ein, die Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen Makedonien und anderen Ländern zu fördern.
Die Kriterien für den Methodistischen Friedenspreis beinhalten Mut, ohne Rücksicht auf die eigenen Interessen oder die Gefahr an der eigenen Person, Kreativität, Ergreifung von neuen Initiativen für Verhandlungen im Friedensprozess und Beibehaltung dieser Anstrengungen trotz Enttäuschungen und Rückschlägen.
Ein Beispiel von Trajkovskis Verpflichtung für den Frieden und das interreligiöse Verständnis geschah im Mai dieses Jahres, als sich 40 internationale und über 40 nationale Wissenschafter, die den muslimischen, jüdischen und christlichen Glauben repräsentieren, in Skopje zu einem „Trialog“ trafen (siehe auch EMKNI-Meldung vom 02.08.2002).


Quelle: United Methodist News Service/EMKNI, Übersetzung: Marlin Schindler

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