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EMKNI - 14.08.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Bibelschule Adelboden wird aufgelöst

An ihrer Sitzung Anfang Juli 2002 haben die Bibelschulverantwortlichen entschieden, dass die Bibelschule Adelboden aufgelöst werden soll. Die mangelnden Teilnehmerzahlen der letzten Jahre und auch die schlechte Nachfrage nach der erfolgten Neustrukturierung sind maßgebende Gründe für diesen Schritt.
Die auf acht Wochen ausgerichtete Bibelschule Adelboden wurde jedes Frühjahr im Familienhotel Alpina Adelboden durchgeführt. Stellvertretend für die Veranstalterin, die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich möchten Peter von Känel, Pfarrer, und René Müller, Direktor Alpina, an dieser Stelle allen, welche in irgend einer Form die Bibelschule unterstützt haben, herzlich für den wichtigen Dienst danken.

Dazu ein Kurzinterview mit Peter von Känel, der seit drei Jahren Präsident der Bibelschule Adelboden war.

F: Der Entscheid über die Schließung überrascht. Wäre mit einer verstärkten Werbung ein Fortbestand nicht möglich gewesen?
A: Eine verstärkte Werbung hätte das angestrebte Ziel nicht erreicht. Nach meiner Einschätzung entsprachen wir mit unserer inhaltlichen (Bibel-Schule) und formalen (8 Wochen) Ausrichtung nicht mehr den Vorstellungen der Leute, die eine Bibelschule besuchen möchten. Auf der anderen Seite waren diejenigen, die die Bibelschule besucht haben, sehr froh und dankbar für diese gemeinsame Zeit.

F: Warum haben sich in den letzten Jahren so wenige Personen dafür interessiert?
A: In den 80er- bis Mitte der 90er-Jahre erlebten die verschiedenen Bibelschulen eine Hochkonjunktur. Heute sind Leute nicht mehr bereit, während mehrerer Wochen am Stück eine Bibelschule zu besuchen. Und es spielt auch der Umstand eine Rolle, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwar aus persönlichem Interesse die Bibelschule besucht und viel profitiert haben; jedoch wurde der Abschluss dieser Bibelschule nicht für eine Teilzeitstelle im kirchlichen Bereich anerkannt.

F: Könnte eine Bibelschule in Adelboden wieder eines Tages entstehen?
A: Es könnte. Seit einigen Jahren aber habe ich die Sicht, dass auch im kirchlichen Bereich für eine bestimmte Zeitphase ein Werk besteht und sich bewährt. Aber man muss auch den Mut haben, ein Werk zu beenden. Auch wenn mir persönlich dieser Schritt weh tut, weil ich während den vergangen Jahren die Mitarbeit als Bibelschullehrer sehr genossen habe. Denn an zahlreiche Begegnungen denke ich gerne zurück.
(Interview: Andy Schindler- Walch)


Quelle: kirche+welt

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