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EMKNI - 30.08.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Zwischen zwei guten Ideen die Bessere wählen – Ja zur Solidaritätsstiftung

In der neusten Ausgaben von Kirche+Welt (http://kundw.umc-europe.org/), der Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) stellt sich der Ausschuss für soziale Fragen hinter die Solidaritätsstiftung und favorisiert damit den Gegenvorschlag zur AHV-Goldinitiative.
Thomas Bolleter schreibt im Namen des Ausschusses: "Eigentlich gibt es nichts, was ein einigermaßen solidarisch denkender Mensch (welcher Christ ist schon unsolidarisch?) gegen die Solidaritätsstiftung sagen könnte, denn darum geht’s bei dieser Abstimmung ja eigentlich; genauso wenig wie ein Mensch zunehmenden Alters (wer ist das schon nicht?) etwas gegen die Verwundung der Gelder für die AHV haben könnte. Darum sind wir vom Ausschuss für Soziale Fragen der Meinung, dass hier zwischen zwei guten Ideen gewählt werden darf, von denen die eine noch etwas mehr besticht." Und diese bestechendere Idee sei die Solidaritätsstiftung, die "auf keinen Fall gefährdet werden sollte". Aus diesem Grund empfiehlt der Ausschuss ein Ja zum Gegenvorschlag ""Gold für AHV, Kantone und Stiftung" und ein Nein zur Initiative. Entsprechend sei auch die Stichfrage zu beantworten.
Der Ausschuss spricht nicht im Namen der ganzen Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich. Abstimmungsparolen werden sehr selten im Namen der gesamten EMK herausgegeben. So stellt die Verlautbarung des Ausschusses für Soziale Fragen einfach die begründete Haltung dieser Kommission dar und entspricht einem Kommentar zu einer aktuellen politischen Frage.
Die ganze Begründung des Ausschusses für Soziale Fragen kann unter http://www.umc-europe.org/sozialefragen/direkt/fr-solidaritaet.htm eingesehen werden.
Auch Bischof Heinrich Bolleter äußert sich in seiner Rubrik "Tagebuch unseres Bischofs" in der selben Nummer von Kirche+Welt zur Solidaritätsstiftung. Er schreibt: "Eine spannende Frage für Christen: Wie verteilt eine Nation ihre Goldreserven?... Wo Geld verteilt wird, da ist das Gerangel vorprogrammiert, vor allem, wenn man den in der Verfassung festgeschriebenen Schlüssel durch andere Vorschläge nachbessern will. Übrigens, ich bin auch für eine Nachbesserung, weil ich aus christlicher Motivation stets zuerst an die Armen denke, wenn es etwas zu verteilen gibt. In der Bibel wird der Fromme angewiesen, den Armen Gutes zu tun... Welche Zeichen der Barmherzigkeit sind wir bereit zu setzen aus der Dankbarkeit, dass die Schweiz doch zu den wohlhabendsten Ländern gehört? Es... gibt auch Menschenpflichten, welche wir nicht übersehen dürfen, wenn es ums 'Goldverteilen? geht."

Anmerkung des Verfassers: Thomas Bolleter und Bischof Heinrich Bolleter sind nicht miteinander verwandt.


Quelle: kirche+welt

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