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EMKNI - 03.12.2002   Zurück zur Übersicht

Europa: Feierliche Einführung des neuen Gesangbuches der EMK

Kräftiger und vielstimmiger Gesang der Gemeinde füllte die Evangelisch-methodistische Zionskirche in Stuttgart am Nachmittag des letzten Sonntags, dem 1. Advent, bei der offiziellen Einführung des neuen Gesangbuches der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) für den deutschspachigen Raum.
Höhepunkt war gewiss der Augenblick, als zwei der Vorsitzenden, Elisabeth Schaad-Volz aus der Schweiz und Hartmut Handt aus Deutschland den Bischöfen Heinrich Bolleter (Mittel- und Südeuropa) und Dr. Walter Klaiber (Deutschland) je ein Gesangbuch symbolisch zum Gebrauch in der Kirche überreichten. Das gemeinsame Singen wurde von eine Chor, einem Bläserkreis und mehreren Instrumentalisten engagiert und professionell unterstützt.
In seiner Predigt stellte Bischof Klaiber das „Rechte Singen“ in den Mittelpunkt. Rechtes Singen ist für ihn Ruf und Antwort zugleich. Es vollzieht sich in dem Bittruf des Menschen, der gnädigen Antwort Gottes und dem Antwort des Menschen im Lob des Gottes, der „über den Lobgesängen Israels thront“ (Psalm ). Zweitens kommt rechtes Singen aus dem Herzen. Dabei strich Klaiber heraus, dass damit nicht gefolgert werden darf, dass nur ein Christ in einem Gemeindechor etwa mitsingen darf. Vielmehr erinnerte er an die Erfahrungen vieler Menschen, die erst im Singen zum Glauben gefunden haben. Und schließlich ist für ihn rechtes Singen ein Geschenk Gottes, das von dem ausgehen muss, was Gott an Freude in das Herz des Menschen gelegt hat. Wenn sich das auch noch mit musikalischer „Exzellenz“ paart wie an diesem Nachmittag, dann ist es natürlich ein Höhepunkt.
Das neue Gesangbuch der EMK ist von einem 20-köpfigen Ausschuss aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in fünf Jahren gemeinsam erarbeitet worden und umfasst neben 681 Liedern noch biblische Lesungen, Gebete, Bekenntnisse sowie 45 Grafiken aus dem 20. Jahrhundert. Sein besonderes Gepräge hat das Gesangbuch durch seine große Internationalität und Ökumenizität bekommen. Das eigenkirchliche Erbe schlägt sich darin nieder, dass 22 Lieder von Charles Wesley in neuen deutschen Übersetzungen Eingang gefunden haben.


Quelle: Karl-Heinz Hecke

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