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EMKNI - 12.12.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Der zweite Beizentag in Gerlafingen

12 von 17 Gaststätten beteiligten sich am zweiten Gerlafinger Beizentag vom 29. November 2002. Sie spendeten 5% ihres Tagesumsatzes für ein landwirtschaftliche Projekt in Mulungwishi (Demokratische Republik Kongo), was einen Ertrag von Fr. 1'100.-- ergab. Die Einwohnergemeinde Gerlafingen beteiligte sich an der Aktion mit Fr. 3'000.--. Da die Kirchen die Unkosten für diesen Beizentag bezahlten, fliesst der ganze Sammelbetrag in das Projekt. Persönliche Kontakte stellen sicher, dass das gesammelte Geld am Zielort ankommt. Eine Agronomin aus der Schweiz sorgt dafür, dass es gezielt eingesetzt wird.

Der Beizentag in Gerlafingen, eine gemeinsame Aktion der Kirchen und Restaurants, ist zu einem Tag für Begegnungen geworden. Einwohner aus dem Dorf nützen den Anlass, um wieder einmal auswärts zu essen. Das Restaurant Frohsinn servierte zum Beispiel ein afrikanische Menu, das Waldeggpub machte wegen des Beizentages ein Sonderangebot.
Die drei Pfarrer, Rudolf Schmid von der katholischen Kirche, Jürg Kägi von der reformierten Kirche sowie Stefan Moll von der Evangelisch-methodistischen Kirche besuchten den ganzen Tag die verschiedenen Restaurants und Lokale.
Eine Szene aus dem Bistro Easy, das zum ersten Mal am Beizentag teilnahm: Starke Männer am Stammtisch führten einen Wettkampf im Armdrücken durch. Die Verlierer spendeten jeweils einen Betrag zu Gunsten der Menschen im Kongo. Doppelt war die Freude, wenn ein Mann gleich auf einmal den Sieg gegen zwei Pfarrer davontrug.

Für die Kirchen ist es wichtig, dass Menschen in der Ferne in ihrer Not nicht vergessen werden. Das landwirtschaftliche Projekt in Mulungwishi trägt konkret dazu bei, die Lebens- und Ernährungssituation in dieser Region zu verbessern. Viele kleine Aktionen wirken nachhaltig, gerade weil sie überschaubar sind. Für nur Fr. 130.— kann zum Beispiel ein ganzen Dorf sauberes Wasser bekommen. Es ist zwar nicht möglich, mit einem einzelnen Projekt die ganze Not in Zentralafrika zu wenden. Punktuell kann die Lebenssituation der Menschen jedoch verbessert werden.


Quelle: Stefan Moll / EMKNI

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