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EMKNI - 20.12.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: VFG hat einen neuen Präsidenten

Der Verband der Freikirchen und Gemeinden (VFG) hat einen neuen Präsidenten: An der Leiterkonferenz des VFG vom 13. Dezember 2002 in Bern wurde Max Schläpfer von der Schweizerischen Pfingstmission einstimmig zum neuen Präsidenten berufen. Er ersetzt Samuel Moser, der den Verband während drei Jahren geleitet hat. Zum Vizepräsidenten wurde neu Claudius Zuber vom Bund Freier Evangelischer Gemeinden gewählt. Für eine weitere Amtsperiode in ihren Ämtern wurden Peter Deutsch vom Bund der Baptisten als Sekretär und Ines Adler von der Heilsarmee als Kassierin bestätigt.

Unter der Leitung des abtretenden Präsidenten diskutierte die Leiterkonferenz des VFG Vor- und Nachteile von neuen Religionsartikeln in der Bundesverfassung. In der von der Expertengruppe des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) vorgeschlagenen Neufassung der Art. 15 und
72 der Bundesverfassung erkennen die Freikirchen positive Aspekte, zum Beispiel die Anerkennungsmöglichkeit der Freikirchen auf gesamtschweizerischer Ebene, eine Signalwirkung an die Kantone, mit der öffentlich-rechtlichen Anerkennung von Freikirchen vorwärts zu machen und die Garantie des verfassungsrechtlich festgelegten Selbstbestimmungsrechtes der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Fragen bestehen im Bezug auf die Ausgestaltung des neuen Religionsrechtes auf der gesetzgeberischen Ebene: Welches sind die Bedingungen einer staatlichen Anerkennung? Könnten sich kleinere Freikirchen auch als zusammengeschlossene Gruppe (z.B. VFG) anerkennen lassen? Innerhalb welcher staatlichen Rahmenbedingungen ist das Selbstbestimmungsrecht gewährleistet? Die Leiterkonferenz des VFG ist bereit, die Diskussion weiterzuführen. Vom Staat erwartet sie wie bisher "institutionelle Gelassenheit" den Freikirchen gegenüber.

Im weiteren beschäftigte sich die Leiterkonferenz des VFG mit der Neu-Evangelisation der Schweiz. Sie sieht im von der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) und vom VFG mitgetragenen "Forum für Evangelisation" eine gute Möglichkeit, den Pfarrern und Gemeindeleitern zu dieser Thematik Hilfestellung zu leisten. Für das Jahr 2004 ist ein neuer Christustag geplant. Er soll dazu dienen, auf breitester Front die gute Nachricht von Jesus Christus zu proklamieren.

Der VFG besteht aus 14 Freikirchen, u.a. der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Er vertritt einen Mitglieder- und Freundeskreis von zirka 150'000 Personen und versteht sich als Dritte Kraft zwischen den beiden grossen Landeskirchen.


Quelle: EMKNI / Medienmitteilung VFG

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