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EMKNI - 09.01.2002   Zurück zur Übersicht

USA: Methodisten fordern die Aufhebung der von Bush angeordneten Militärgerichte

Das General Board of Global Ministries (GBGM) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) hat alle Methodisten aufgefordert, gemeinsam mit Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen von der US-Regierung die Aufhebung der am 13. November erlassenen "Military Order" zu fordern. Die "Military Order" hat die Einführung von Untersuchungs- und Gerichtsverfahren gegen Immigranten vor Militärgerichten ermöglicht.
Der Aufruf des GBGM erfolgte am 21. Dezember. Darin wird festgehalten dass es nicht nur die Aufgabe des Staates ist, die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen zu schützen, sondern auch die Einhaltung fundamentaler Menschenrechte aller Menschen.

Seit dem 11. September wurden über 1000 Immigranten in Untersuchungshaft genommen. Manche wurde wochenlang ohne Anklage festgehalten.
Die am 13. November von Präsident Bush erlassene "Military Order" sieht Militärgerichte im In- und Ausland vor.
Das GBGM zitiert aus den Sozialen Grundsätzen der EMK: "Von der Kirche sollte fortwährend ein starker ethischer Einfluss auf den Staat ausgeübt werden. Ferner soll sie staatliche Programme und Maßnahmen unterstützen, die gerecht und gemeinnützig sind, und sich denjenigen widersetzen, die dies nicht sind" (Soziale Grundsätze der EMK, http://www.umc-europe.org/sozialefragen/direkt/fr-grundsaetze.htm, 5.2 Politische Verantwortung).
Unter den verschienen "störenden Aspekten" der "Military Order" listet das Statement des GBGM auf: 1. Geheimhaltung von Beweisen; 2. das Fehlen von Prozessterminen; 3. das Fehlen von Wiederaufnahmeverfahren sowie 4. die mögliche Verhängung der Todesstrafe durch ein Militärgericht.


Quelle: Newscope

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