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EMKNI - 15.01.2002   Zurück zur Übersicht

Italien/Deutschland: Fördert das Weltfriedenstreffen in Assisi einen falschen Frieden?

Wird das Welt-Friedenstreffen der Religionen am 24. Januar im mittelitalienischen Assisi die Religionsvermischung vorantreiben, statt dem Frieden zu dienen? Der Theologische Konvent der Konferenz Bekennender Gemeinschaften hat jetzt vor einer Mitwirkung gewarnt. Es sei damit zu rechnen, dass sich "der endzeitliche Prozess einer Verschmelzung der Religionen im Namen des Friedens" fortsetzen werde, sagte der Präsident des Konvents, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Echter Friede komme "allein von Jesus Christus", doch dieser werde in Assisi "nur eine Figur unter anderen sein."
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper, sieht die Gefahr einer Religionsvermischung nicht. In der Vatikanzeitung "L’Osservatore Romano" schrieb er, die Christen und die Anhänger anderer Religionen könnten in Assisi beten, aber nicht gemeinsam. Dennoch teilten sie den Respekt vor Gott und dem Göttlichen, die Ehrfurcht vor dem Leben und den Wunsch nach Frieden mit Gott und unter den Menschen.
Der Vatikan erwartet bis zu 250 Spitzenvertreter aus Christentum, Judentum, Buddhismus, Islam und anderen nichtchristlichen Religionen. Darunter sind das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios, der japanische Führer der reformbuddhistischen Bewegung Rissho Kosei-Kai, Nichiko Niwano, führende Rabbiner sowie Islam-Vertreter aus dem Iran. Der Weltrat der Kirchen, der 342 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen umfasst, vertritt der deutsche Generalsekretär Konrad Raiser (Genf). Hochrangige Vertreter entsenden auch Lutheraner, Methodisten, Baptisten, Adventisten, Mennoniten und Quäker.


Quelle: idea Deutschland

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