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EMKNI - 29.01.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Sozialethischer Ausschuss der EMK für UNO-Beitritt

UNO-LogoDer Ausschuss für Soziale Fragen (KA24) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich empfiehlt ein Ja zum UNO-Beitritt. Zwar spricht der KA24 nicht im Namen der EMK Schweiz, doch steht er mit seiner Haltung in Übereinstimmung mit der weltweiten United Methodist Church. Sie hat bei der UNO als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) auf verschiedenen wichtigen Gebieten ein Mitsprache- und Beratungsrecht. Sie ist, zusammen mit anderen Kirchen – eine wichtige Partnerin in vielerlei Bereichen: Entwicklung, Rechte von Frauen, Gesundheit, Soziales und vieles mehr. Die United Methodist Church leistet beispielsweise die grössten nichtstaatlichen, finanziellen Beiträge an die UNICEF.
Das UNO-Büro des General Board of Church and Society (GBCS), sozusagen der höchste Ausschuss für Soziale Fragen der Evangelisch-methodistischen Kirche, versteht sich als Schaltstelle zwischen UNO, Kirche und Mitgliedern. Dank seinem konsultativen Status bei der UNO können Anliegen eingebracht werden.
Generell möchte der Ausschuss für Soziale Fragen betonen, dass die grundlegenden Ziele der UNO auch von Christen mitgetragen werden können, ja sogar: müssen. Wo es um Weltfrieden, Gerechtigkeit für Hilfsbedürftige, Unterstützung von Flüchtlingen oder um die Hilfe für Kranke geht, führt kein Weg mehr an der UNO vorbei.
In den Sozialen Grundsätzen der EMK (http://www.umc-europe.org/sozialefragen/direkt/fr-grundsaetze.htm) werden die Ziele der Kirche in der UNO beschrieben: Ein Ziel ist, die Gesamtheit des menschlichen Lebens, der Aktivitäten, der Besitztümer, der Verwendung von Ressourcen und der Beziehungen zwischen der Gemeinde und der Welt in Übereinstimmung zu bringen mit dem Willen Gottes.
Übereinstimmend mit den Zielen der UNO sollen Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Bescheidenheit gelebt werden. Menschen sollen ermutigt werden, Verantwortung zu übernehmen für sich und für andere, ihre Möglichkeiten einzubringen in die Gemeinschaft zum Nutzen aller.
Sowohl für die UNO als auch für die Kirche ist der Respekt vor dem Menschen und seinen Rechten grundlegend. Diese gemeinsame Basis sollte betont werden, wenn Überlegungen angestellt werden zu einem UNO-Beitritt der Schweiz.
Streng genommen habe die Schweiz kaum direkte, materielle Vorteile von einem UNO-Beitritt. Doch die UNO sei – trotz aller Schwächen, trotz aller Probleme – am besten geeignet, schwierige, globale Themen anzugehen. Überhaupt solle man für einmal nicht die Frage stellen: Was bringt uns die UNO? sondern: Was können wir für die UNO tun?
Die ganze Stellungnahme des KA24 kann man unter http://www.umc-europe.org/sozialefragen/direkt/fr-unoposition.htm abrufen. Weitere Informationen sind unter http://www.umc-europe.org/sozialefragen/direkt/fr-unobeit.htm zusammengetragen.


Quelle: Jörg Niederer

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