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EMKNI - 12.07.2002   Zurück zur Übersicht

Europa/Nordamerika: Konsultation des ÖRK diskutierte über Spiritualität

«Religiosität ohne Zugehörigkeit?». So lautete das Thema der Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die im Juni in Breklum/Norddeutschland stattfand. 50 Theologinnen und Theologen aus europäischen und nordamerikanischen Kirchen diskutierten neue Formen der Religiosität und fragten, zu welcher Art von Spiritualität die Kirchen aufgerufen seien.
Wie es in eine Pressemeldung des ÖRK vom letzten Dienstag hiess, sei gemäss einer Studie aus Grossbritannien die «Beteiligung an Gottesdiensten dort von 1987 bis 1999 um rund 20 Prozent gesunken, während die Zahl der Menschen, die von spirituellen oder religiösen Erfahrungen berichten, im gleichen Zeitraum um mehr als 60 Prozent gestiegen ist.
Aber, so Simon Barrow, der Referent der Kommission für Mission der britischen und irischen Kirchen, «die alternativen spirituellen Praktiken, die heute in Grossbritannien im Volk verbreitet sind, haben nichts zu tun mit den traditionellen Vorstellungen von Gott und Religion».
Barrows Lagebeurteilung: «Die riesige Kluft zwischen der offiziellen kirchlichen Lehre und den diffusen, oft sehr individualistisch geprägten spirituellen Erfahrungen bietet keinen einfachen Ausweg aus dem anhaltenden Rückgang des Einflusses traditioneller, institutionell verankerter Kirchlichkeit.» Die Konsultation formulierte die Verpflichtung, die neue spirituelle Suche der Menschen in der ganzen Welt sehr ernst zu nehmen. Die Kirchen sollten Antworten auf die neuen Formen der Spiritualität geben und dabei aus «all den geistlichen Ressourcen in der langen und reichen christlichen Tradition» schöpfen und «nach Wegen suchen, wie sie diese einem breiteren Publikum zugänglich machen können».


Quelle: Ökumenischer Rat der Kirchen/Reformierte Nachrichten

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