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EMKNI - 20.06.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Abgeordnetenversammlung des SEK tagte in Biel

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) vom 16. - 18. Juni 2002 in Biel stand bei Gesamterneuerungswahlen vor der Aufgabe, die nach dem Rücktritt von Barbla Buchli (GR) und Raymond de Rham (VD) freigewordenen Sitze neu zu besetzen. Für die Amtsdauer 2003-2006 standen drei neue Kandidaten zur Wahl. Gleichzeitig hatte sich der bestehende Rat der Wiederwahl zu stellen. Neu sind Silvia Pfeiffer, Kirchenratspräsidentin SH und Peter Schmid, Regierungsratspräsident BL gewählt. Der bisher amtierende Ratspräsident Thomas Wipf wurde mit 55 von 58 Stimmen souverän in seinem Amt bestätigt. Auch die bisherigen Ratsmitglieder wurden klar bestätigt.

Runder Tisch für Hilfswerke und Missionen
Die Abgeordnetenversammlung hat für die Zusammenarbeit des SEK mit den Hilfswerken Brot für alle / HEKS und den reformierten Missionen je einer Lösung zugestimmt. Die Hilfswerke sollen in Zukunft in die Strategien des SEK eingebunden werden. Der Entscheidungsprozess würde somit gestärkt. Für die Missionen sollen die strategischen Fragen und Entscheidungen an einem Runden Tisch geklärt werden. Im Wesentlichen geht es um Leistungsvereinbarungen und Absprachen über Ressourcen. Eine breit angelegte Meinungsbildung soll durch eine neu zu schaffenden Konferenz "Hilfswerke und Missionen" gefördert werden.

Verfassungsänderung: Veränderung der Zusammensetzung der AV
Die Abgeordnetenversammlung beriet über einen Antrag des Rates SEK, der die Zusammensetzung des Parlaments den Neubildungen von Kantonalkirchen (insbesondere in der Innerschweiz) anpassen und die sprachregionale Ausgewogenheit der Versammlung überprüfen und sicherstellen soll. Neu ist namentlich: Es können nicht mehr alle Mitgliedkirchen durch mindestens zwei Delegierte vertreten sein. Kleinere Kirchen werden nur noch einen Delegierten stellen können. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK), die Mitglied im SEK ist, wird aber weiter mit zwei Delegierten vertreten sein.
Weiter werden die beiden grossen deutschschweizer Kirchen von Zürich und Bern-Jura in ihrer Stimmkraft verstärkt. Da es sich bei diesem Traktandum um eine Änderung der Verfassung des SEK handelt, sind die Beschlüsse in erster Lesung gefasst worden und bedürfen einer Bestätigung in zweiter Lesung bei der nächsten AV.


Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund/EMKNI

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