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EMKNI - 24.06.2002   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Streiflichter aus der Tagung der Norddeutschen Jährlichen Konferenz in Delmenhorst

Von Dienstag, dem 18. Juni 2002 bis Sonntag, dem 23. Juni 2002, tagte die Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Delmenhorst bei Bremen.

Eingeläutet wurde die 10. Tagung der NJK unbeabsichtigt: Nach der Sitzung des Ständigen Ausschusses fürs Predigtamt wollte ein Teilnehmer zu später Stunde am Konferenzdienstag in der örtlichen EMK-Christuskirche das Licht löschen und erwischte dabei den Schalter fürs Glockengeläut.

"Kirche im Wandel" - unter dieser Überschrift legten die drei Superintendenten der NJK einen gemeinsamen Bericht vor. Er schreibt frühere Darstellungen der kirchlichen Arbeit "vor Ort" fort. Eine Fülle von Daten spiegelt sehr unterschiedliche Entwicklungen wider: da und dort zahlenmässiges Wachstum, in der Mehrzahl aber Schrumpfung von Gemeinden. In der Aussprache über den Bericht wurde von einigen betont, dass Statistik nicht alles sei und statistische Zahlen nicht automatisch zur Depression führen sollten. Andere kritisierten, dass der Bericht sich auf die Darstellung der Realität beschränke, statt Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. So wurde nach neuen Modellen der Gemeindeleitung gefragt, die mehr Zeit lassen für die Entfaltung missionarischer Aktivitäten. Eine Pfarrerin unterstrich die Notwendigkeit der Frage nach der persönlichen Errettung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden als Voraussetzung für Gemeindewachstum. Ein Laie fragte: "Warum kleben wir an Gebäuden an Orten, wo wir keine neuen Glieder mehr aufnehmen?" Angemahnt wurden neues "strategisches Denken" in einer Zeit, in der Städte sich verändern und die Gesellschaft immer mobiler wird, ein Hören der Konferenz auf Gottes Wort, missionarische Gebets- und Hauskreise in den Gemeinden und eine "Menschenliebe", die sich in "Aussenkontakten" ausdrückt.

Logo: Hatte die Konferenz 2001 das internationale Zeichen "Kreuz und Flamme" favorisiert, wollte der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit diesmal nur das mitteleuropäische "Kreuz auf der Weltkugel" gelten lassen. Keine Mehrheit im Ausschuss fand der (wohl kaum ernst gemeinte) Vorschlag, das Logo in geraden und ungeraden Jahren abzuwechseln.

Wie viele hauptamtliche MitarbeiterInnen braucht die Konferenz? Und wie viele kann sie sich leisten? Die mittelfristige Personal- und Finanzplanung war auch in diesem Jahr ein wichtiges Thema der Konferenz. So hat eine Arbeitsgruppe errechnet, dass bei unveränderten Einnahmen die Zahl der aktiven pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konferenz von heute 75 bis zum Jahr 2007 auf 60 reduziert werden muss. Das entspricht 120 Kirchengliedern pro Pfarrer/Pfarrerin. In der Zwischenzeit muss auf Rücklagen zurückgegriffen werden, damit die Bezirke in der Lage bleiben, die Umlagezahlungen an die Jährliche Konferenz aufzubringen. Als Grundlage für die Berechnungen waren in den Gemeinden Gottesdienstbesuch, Altersdurchschnitt, Gliederzahlentwicklung und Finanzbedarf erhoben worden.

Personen: Die Konferenz bestätigte Beate Gläfke als Laienführerin des Berliner Distrikts. H.-J. Sanio wird Laienführer des Essener Distrikts und Stefan Foetzki Laienführer des Hamburger Distrikts.

Statistik: Mit 16.888 Kirchengliedern, -angehörigen und Freunden hat die NJK das vergangene Jahr begonnen, mit 16.995 hat sie es beendet. Das ist eine Zunahme um 115 Personen. Die meisten neuen Kirchenglieder wurden in den ghanaischen Gemeinden in Düsseldorf (51) und Hamburg-Eppendorf (43) aufgenommen.

Nächste Konferenz: Im Jahr 2003 tagt die NJK vom 6. bis 11. Mai in Bielefeld.


Quelle: EMK Deutschland

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