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EMKNI - 15.03.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: SEK erwartet internationale Präsenz im Nahen Osten

Wie es in einem Pressecommuniqué von heute heisst, schliesst sich der Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK den nationalen und internationalen Protesten gegen die Eskalation des Krieges in den palästinensischen Gebieten an.
Bereits anlässlich des Treffens mit Aussenminister Joseph Deiss zu Beginn dieses Jahres habe sich der Rat des SEK äusserst besorgt über die Situation im Nahen Osten gezeigt. Bundesrat Deiss gab zu verstehen, dass er für die Probleme in Israel und in den palästinensischen Gebieten nur eine Lösung sehe, wenn die Staatengemeinschaft geschlossen interveniert.
Von kirchlicher Seite wurden für die Sicherung des Friedens folgende Bedingungen genannt: dem Teufelskreis aus Selbstmordattentaten und militärischer Repression muss ein sofortiges Ende gemacht, die militärische Besetzung und die jüdische Besiedlung der palästinensischen Territorien gestoppt werden. Der Israelische Staat braucht bindende Zusicherungen was seine Sicherheit anbelangt und das palästinensische Flüchtlingsproblem muss gelöst werden. Überdies sollen die territorialen Ansprüche an Jerusalem geklärt werden. Die Anwendung militärischer Mittel hat die Region in die schlimmste Krise seit Jahrzehnten geführt, ohne der einen oder anderen Partei wirklich zu Sicherheit, geschweige denn Frieden zu verhelfen.
In dieser Haltung sieht sich der Rat des SEK auch durch die aktuellsten Stellungnahmen des UNO-Sicherheitsrates und insbesondere seitens des Generalsekretärs Kofi Annan bestärkt. Der Rat des SEK erwartet eine Verbesserung der Situation alleine durch eine internationale Präsenz im Nahen Osten, die das Existenzrecht von Israelis und Palästinensern gleichermassen garantiert und je beiden Völkern ihr gesichertes staatliches Territorium gewährleistet.


Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK)

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