Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 22.03.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Bischof Ferdinand Sigg würde heute 100 Jahre alt

Heute würde Ferdinand Sigg, der erste Schweizer Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, 100 Jahre alt.
Ferdinand Sigg wurde am 22. März 1902 in Thalwil geboren. Seine Eltern waren einfache Handwerker. Nach einer Verwaltungslehre in einem Rechtsanwaltsbüro erhielt Sigg im Jahr 1923 seine Berufung ins Predigtamt. Das Theologiestudium besuchte er am Predigerseminar der Methodistenkirche in Frankfurt und begann danach mit der Gemeindearbeit in Basel. Aber schon ein Jahr später machte ihn Bischof John Nuelsen zu seinem Sekretär. Im Jahr 1936 wurde Sigg Direktor der Christlichen Vereinsbuchhandlung (CVB) in Zürich, wo er nicht nur Direktor war, sondern auch Redaktor. So betreute er das Kirchenblatt der Methodistenkirche und das Missionsblatt. Seine Gedanken, die unter dem Titel «Lieber Leser» jede Woche im «Evangelist» erschienen, wurden besonders gern gelesen. Bekannt wurden auch seine beiden Bücher «Das Bekenntnis zur Hoffnung» und «Ins Herz geschrieben». Seit 1929 war Sigg mit Alice Mumenthaler verheiratet, die leider kurz vor seiner Wahl zum Bischof starb.
Ferdinand Sigg wurde im Jahr 1954 zum Bischof des so genannten Genfer Sprengels der Methodistenkirche gewählt. Schon während Jahren hatte er die Kirche in vielen überkirchlichen Gremien vertreten. Dabei wurde ihm die Funktion des Brückenbauers zu einem wichtigen Anliegen. Sigg sah es als eine seiner Aufgaben, «zwischen der Allianz, die vielfach noch zu eng ist, und der Ökumene, die vielfach noch zu weit ist, eine Brücke zu schlagen». Am 27. Oktober 1965 löste der überraschende Tod von Bischof Sigg, infolge eines Schlaganfalls, eine grosse Welle der Betroffenheit aus.


Quelle: kirche+welt

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"