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EMKNI - 08.05.2002   Zurück zur Übersicht

Deutschland/Europa: 500.000 US-Dollar für Aufbauhilfe in Afghanistan

Der Verwaltungsrat des methodistischen Hilfswerks UMCOR (United Methodist Committee on Relief) hat in seiner Aprilsitzung eine halbe Million US-Dollar der Diakonie-Katastrophenhilfe/Brot für die Welt in Deutschland zur Verfügung gestellt für humanitäre Projekte in Afghanistan, insbesondere in den Gebieten von Kandahar und Nagahar. Das Geld stammt aus dem Erlös des weltweiten Aufrufs der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) unter dem Motto "Liebe inmitten der Tragödie" nach den Ereignissen des 11. September 2001. Dem Spendenaufruf folgten Spenderinnen und Spendern vornehmlich in den Vereinigten Staaten, die damit nicht nur die Verbundenheit zum eigenen Land zeigten, sondern auch für die Menschen im Ausland, die von den Folgen der Terrorakte in New York und Washington DC betroffen waren und sind.
Über das Afghanistan-Konsortium wird in Afghanistan nun vorrangig "Wiederaufbau von Wohn- und Lebensraum" gefördert, nachdem sich die Hilfe der letzten Monate auf die Verteilung von Nothilfegütern wie Zelte, Decken und Hygieneartikeln konzentriert hatte. Jetzt sollen zum Beispiel Häuser gebaut oder kommunale Gebäude renoviert werden. Landwirten soll mit Saatgut, Ackergeräten und fachlicher Beratung aus der Misere geholfen werden. Hinzu kommen Projekte zur Förderung der Bildung und der Bau von Häusern oder die Renovierung von kommunalen Gebäuden. Ein wichtige Rolle spielt dabei die Versöhnung und die Stärkung der Zivilgesellschaft.
Das Afghanistan-Konsortium, genauer "Joint Relief Afghanistan Consortium" fundiert auf der Zusammenarbeit von Diakonie-Katastrophenhilfe, Caritas und dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) mit der türkischen Partnerorganisation "Anatolian Development Foundation (ADF)". Letztere ist eine muslimische Organisation, was die Verbindung zu den Menschen im Krisengebiet erleichtert. Das Europabüro von UMCOR in Wien wird die konkrete Zusammenarbeit mit der Diakonie- Katastrophenhilfe verantworten.
In einer ersten Reaktion zeigte sich die Leiterin der Diakonie-Katastrophenhilfe überwältigt von der Solidarität der weltweiten methodistischen Gemeinschaft. "Das Geld können wir gut gebrauchen, denn jetzt kann in Afghanistan konkrete Hilfe geleistet werden, weil wir direkt an die betroffenen Menschen herankommen". Thomas Kemper, Missionssekretär der EMK in Deutschland und Mitglied im Verwaltungsrat von UMCOR ist erfreut, "dass aus dem Spendenaufruf des EMK Hilfswerkes UMCOR mit der Diakonie Katastrophenhilfe auch ein ausländisches Hilfswerk bedacht worden ist, zumal UMCOR ein eigenes Büro in der afghanischen Hauptstadt Kabul betreibt. Diese Zusage stärkt die vertrauensvolle und gute ökumenische Zusammenarbeit mit Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe."


Quelle: EMK Weltmission

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