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EMKNI - 30.05.2002   Zurück zur Übersicht

Für ein stärkeres Engagement der Laien

oben: Engagierte Laien an der Sitzung - unten: Konferenzlaienführer Daniel SommerZu Beginn der Jährlichen Konferenz (JK) fand am Morgen traditionell je die getrennte Sitzung der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Laienmitglieder statt.
An der Sitzung der Laien wurde zuerst der Frage nachgegangen, warum sich jeweils wenige Laien während der Konferenzverhandlungen zu Wort melden. Der Konferenzlaienführer Daniel Sommer schrieb in seinem Bericht an die JK u.a. dazu, dass diese Feststellung nachdenklich stimmen muss. "Sie stellt Anfragen an das Selbstverständnis der Laien: Wie verstehen sie ihre Aufgabe? Wie bereiten sie sich auf die JK vor? Nutzen sie die Möglichkeit der regionalen Vorbereitungsgespräche? Jedoch selbst bei fundierter Vorbereitung und selbstbewusstem Rollenverständnis bleiben die Anforderungen, sich an den Verhandlungen der JK zu beteiligen, hoch. Zudem ist es nicht jedermanns Sache, sich vor 300 Personen zu äussern," so Sommer. Sein Wunsch wäre es, dass sich "Laienmitglieder unbeeindruckt von den komplexen Themen an der JK mit Selbstbewusstsein und Unbekümmertheit einbringen. Wer nicht aktiv in Gesprächsverläufe eingreift, verliert schnell den Anschluss." An der Sitzung wurde über diese Feststellungen diskutiert und viele Laienmitglieder meldeten sich zu Wort. Angst, vor so vielen Menschen zu sprechen, sich zu wenig mit der Materie befasst zu haben oder der Zeitdruck an der Konferenz, waren drei der Aussagen, die im Plenum dazu eingebracht wurden. Als ein Lösungsansatz wurde unter anderem genannt, dass sich ein Laienmitglied vor der Konferenz mit dem Gemeindepfarrer oder –pfarrerin zusammensetzen könnte, um zusammen die anstehenden Traktanden zu besprechen. So könnte auch vereinbart werden, wer und wann zu welchem Traktandum sprechen solle. Dadurch könnte die Anzahl der Voten von Laienmitgliedern an der JK erhöht werden. Eine andere Möglichkeit zur Verbesserung der Situation an der JK könnte auch darin bestehen, zwecks einer guten Vorbereitung, Treffen auf Bezirks- oder Distriktsebene zu besuchen, die vor der JK angeboten werden. Daniel Sommer erinnerte daran, dass sich das Engagement eines Laienmitglied nicht nur auf die JK beschränkt, sondern dass dieses während des ganzen Jahres aktiv in der Gemeinde wahrgenommen werden sollte.
Als zweiter Punkt wurde über die Frage diskutiert, ob es das Amt des Konferenzlaienführers brauche und ob Laienmitglieder, die auf gesamtkirchlicher Ebene arbeiten, für ihre Arbeit bezahlt werden oder diese ehrenamtlich tun sollten. Zum Votum betreffend Bezahlung gab es viele Anregungen und Hinweise von seiten der Laienmitglieder. Zum Beispiel war jemand der Ansicht, dass fähige Leute bezahlt werden sollten. Jemand anderes gab zu bedenken, dass alles Geld, das man ausgibt, zuerst eingenommen werden muss. Wieder ein anderer Vorschlag eines Laienmitgliedes war es, dass man doch für die Bezahlung von Ämtern Sponsoren suchen könnte. Eine Antwort auf diese Frage konnte in dieser kurzen Sitzungszeit nicht gefunden werden. Sie wird aber in Zukunft weiter diskutiert und zu gegebener Zeit wieder aufgenommen werden. Daniel Sommer gab zu bedenken, dass es wichtig sein wird, zu entscheiden, entweder solche Aufgaben ganz ehrenamtlich wahrzunehmen oder dass es sonst eine richtige Anstellung mit angemessener Bezahlung brauche. Eine Zwischenlösung erachtete er als nicht sinnvoll.
In Kleingruppen wurde der Bericht der Distriktsvorsteher diskutiert.
Zum Schluss der Sitzung stellte Christian Schmutz das neue Kriseninterventionskonzept (KiK) von TAKANO, der Kinder- und Jugendarbeit der EMK, vor. Das Konzept soll bei Lagern, Jungscharübungen usw. hilfreich sein, wo es zu schweren Schadensfällen kommen kann, bei denen die Verantwortlichen überfordert sind. Im Bericht von TAKANO an die JK steht dazu: "Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann es schnell zu einer Krise kommen. Ein Unfall, ein Brand, ein Gewaltverbrechen oder was auch immer, kann dazu führen, dass ein Leitungsteam nicht mehr funktioniert, und dann ist es wichtig, dass jemand da ist, der weiterhelfen kann und Unterstützung bietet." Die Arbeitsgruppe KIK.TAKANO ist darum seit dem 1. Mai 2002 mit einer Telefonnummer für solche Ereignisse erreichbar. So sind schnell und effizient verschiedene Untergruppen bereit, bei solchen Krisensituationen einzugreifen und zu helfen. Wenn immer möglich arbeitet diese Arbeitsgruppe auch mit bereits bestehenden Organisationen zusammen. KIK.TAKANO hilft aber nicht nur bei Ereignissen, sondern engagiert sich auch in der Prävention, sei es mit Schulungsangeboten, der Erstellung von Sicherheitsbestimmungen oder Checklisten, um nur drei Aspekte dazu zu nennen.


Quelle: EMKNI

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