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EMKNI - 31.05.2002   Zurück zur Übersicht

Zusammenarbeit zwischen der EMK und "ihren" selbständigen Werken wird geregelt

Walter WilhelmVerschiedene kirchliche Arbeitgruppen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), die sich mit der Frage betreffend den selbständigen Werken befassten, bildeten gemeinsam eine Arbeitsgruppe, die nun an der Jährlichen Konferenz (JK) ihren Abschlussbericht vorlegten. Die Aufgaben dieser Arbeitsgruppe waren:
1. die statutarischen Beziehungen und die finanziellen Verflechtungen (inkl. juristischen Fragen) zwischen dem Verein "EMK in der Schweiz" und den selbständigen Werken aufzuarbeiten.
2. herauszufinden, ob und wie selbständige Werke zum kirchlichen, missionarischen und sozial-ethischen Auftrag der EMK gehören.
3. verbindliche Regelungen für die Zusammenarbeit der selbständigen Werke mit der JK auszuarbeiten.
Mit dem Abschlussbericht wurde den Delegierten der JK das neu erarbeitete Reglement "Zusammenarbeit der EMK mit Selbständigen Werken" zur Abstimmung vorgelegt. Mit diesem Reglement werden die Grundlagen betreffend statutarischen Beziehungen und finanziellen Verflechtungen (inkl. juristischen Fragen) gegeben.
Die verbindlichen Regelungen werden jeweils in einem Zusammenarbeitsvertrag zwischen einem Werk und der EMK festgehalten. Im Vertrag ist die Positionierung des Werkes innerhalb des Auftrags der Kirche enthalten. Die JK wird in Zukunft aufgrund von diesen Grundlagen – auf Antrag des Kirchenvorstandes – darüber entscheiden, ob einer Institution das Label "ein Selbständiges Werk der EMK" gewährt wird.
Distriktsvorsteher Walter Wilhelm, der dieses Traktandum vertrat, erinnerte daran, dass mit der Annahme dieser Anträge die JK in Zukunft auf die Bestätigung von Wahlen in den Organen der selbständigen Werke und deren Statuten verzichtet.
Nach kurzer Diskussion stimmten die Delegierten dem Reglement (inkl. einer kleinen redaktionellen Korrektur) zu.
Die nächsten Schritte sehen nun wie folgt aus:
1. Der Kirchenvorstand wählt einen Ausschuss für selbständige Werke. Dieser nimmt seine Arbeit auf – die Umsetzung des Reglements – in Zusammenarbeit mit den selbständigen Werken.
2. Die selbständigen Werke überprüfen und überarbeiten gegebenenfalls ihre Statuten, die dann noch einmal der JK vorgelegt werden.
3. Die selbständigen Werke positionieren sich zum Auftrag der Kirche.
4. Ein Zusammenarbeitsvertrag zwischen dem Verein "EMK in der Schweiz" und dem jeweiligen selbständigen Werk hält fest:
- die Positionierung dieses Werkes zum Auftrag der Kirche
- die Regelung der gegenseitigen Beziehungen und Informationen.
5. Die JK entscheidet auf dieser Basis auf Antrag des Kirchenvorstandes über die Gewährung des Status "selbständiges Werk der EMK".
Spannend wurde es bei einem Ergänzungsantrag des Vorstandes des Diakoniewerks Bethanien Zürich. Fredy Jorns, theologischer Direktor des Werks, überbrachte diesen
Antrag. Nach zwei Abänderungen des Antrages ging es schlussendlich darum, dass der neu zu bildende Ausschuss für selbständige Werke prüfen sollte, ob evtl. eine Fachperson als Verbindungsglied zwischen der Evangelisch-methodistischen Kirche und den selbständigen Werken angestellt werden könnte. Dieser Antrag wurde von den Delegierten abgelehnt.


Quelle: EMKNI - Andy Schindler/Walter Wilhelm

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