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EMKNI - 31.05.2002   Zurück zur Übersicht

Das Theologische Seminar in Reutlingen/D sucht die Universitäre oder staatliche Anerkennung

Holger Eschmann, der neue Direktor des Theologischen Seminars in ReutlingenZum ersten Mal durften die Delegierten an der Tagung der Jährliche Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich den neuen Direktor des Theologischen Seminars in Reutlingen, Dr. Holger Eschmann, willkommen heissen. Holger Eschmann trat im vergangenen August die Nachfolge von Dr. Manfred Marquardt in dieser Funktion an.
In seinem Bericht erwähnte er, dass zur Zeit fünf Studierende aus der Schweizer Konferenz in Reutlingen leben. „Ohne zu lügen gute Studenten“, wie Eschmann betonte. Schon deshalb wünschte er sich, dass in Zukunft wieder mehr junge Leute aus der Schweiz den Weg ans Seminar finden.
Eine besondere Herausforderung für die Dozenten und die Gemeinschaft der Studierenden ist das Zusammenleben und Arbeiten mit Studierenden aus den verschiedenen Ländern und Kulturen. Es verlangt "nach der Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und sich in die anderen einzufühlen".
Eschmann unterstrich, dass die Ausbildung am Theologischen Seminar im Blick auf das Ziel, "Menschen für den pastoralen Dienst in der Evangelisch-methodistischen Kirche vorzubereiten", weiter verbessert werden soll. Dies beinhalte ein solides theologisches Fundament, die Förderung des geistlichen Lebens, aber auch die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten. Damit dieses Ziel angesichts zurückgehender Studierendenzahlen weiterhin verwirklicht werden könne, engagiere sich auch das Seminar in der Nachwuchsförderung, z. B. durch eine stärkere Präsenz und Beteiligung an kirchlichen Veranstaltungen (Exploration 02, u.a.). Auch die Reise vom 20-23. Juni, welche die Seminargemeinschaft in den Raum Zürich-Winterthur führen wird, diene dem Anliegen, sich bekannt zu machen und Kontakte zu den Menschen in den Gemeinden zu knüpfen.
Derzeit befinde sich das Seminar am Anfang eines wichtigen Prozess, in welchem entweder die staatliche Anerkennung als Fachhochschule oder die Akkreditierung durch die Universität Wales, was das Vergeben anerkannter Abschlüsse ermöglichen würde, gesucht wird. Dafür sprechen z. B. eine erhöhte Attraktivität der Ausbildungsstätte und eine bessere Kompatibilität mit anderen, internationalen Studiengängen, aber auch ganz praktische Dinge wie vergünstigte Krankenkassenprämien für die Studierenden. Am Grundsatz, auch Personen ohne Matur Zugang zum Studium offen zu halten, soll dabei festgehalten werden.
Zum Schluss lud Holger Eschmann zum Theologischen Tag vom 7. Oktober 2002 nach Reutlingen ein. Dieser findet aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Seminars statt und steht unter dem Thema „Was ist Theologie?“
Dem Auftritt des Direktor folgte die Berichterstattung der Kommission für das Theologischen Seminar.
Im Zentrum der Bemühungen dieser Kommission stehen, Schritte, durch die das "Theologische Seminar und seine Arbeit vermehrt in den Gemeinden unserer Kirche" bekannt gemacht werden kann. Eine wichtige Aufgabe erfüllt diesbezüglich der Freundeskreis. Das Anliegen "Freundeskreis" wird deshalb neu Teil der Kommissionsarbeit. Gunnar Wichers dankte dem abgetretenen Leiter des Freundeskreises, Frédéric Mohr, herzlich für seine Arbeit. Neu erfüllt diese Aufgabe Cäsar Schmid zusammen mit seiner Frau.


Quelle: EMKNI - Stefan Zürcher

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